22-Jähriger Radfahrer auf der A7 gestoppt - Er wollte zur Arbeit
| von Thomsen / Foerde.news
Handewitt – Am Sonntag, 11. Januar 2026, ist ein 22-jähriger Radfahrer unbeleuchtet auf der Autobahn A7 in Fahrtrichtung Süden unterwegs gewesen. Eine Streifenwagenbesatzung der Polizeidirektion Flensburg wurde gegen 17.40 Uhr alarmiert, nachdem der Mann über die Anschlussstelle Flensburg/Harrislee auf die Autobahn aufgefahren war.
Nach Angaben von Pressesprecher Jan Krüger von der Polizeidirektion Flensburg bewegte sich der Radfahrer ohne Beleuchtung in Richtung Süden und war dadurch für den fließenden Verkehr kaum wahrnehmbar. Kurz vor der Abfahrt B 200/Flensburg wurde der Mann zunächst durch eine Streife des Zolls angetroffen und anschließend durch die Polizei übernommen. Er wurde zur Polizeistation Handewitt gebracht.
Der 22-Jährige gab an, auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle im Flensburger Süden gewesen zu sein. Seine gewohnte Strecke sei aufgrund von Schneeglätte nur schwer passierbar gewesen, weshalb er sich kurzfristig für die geräumte Autobahn entschieden habe. Da an seinem Fahrrad keine Beleuchtung vorhanden war, nutzte er nach eigenen Angaben die Taschenlampe seines Smartphones zur Ausleuchtung.
Die Polizei bewertet dieses Verhalten als hochgefährlich. Autobahnen sind ausschließlich für Kraftfahrzeuge vorgesehen; hohe Geschwindigkeiten und eingeschränkte Sichtverhältnisse bedeuten für ungeschützte Verkehrsteilnehmende ein erhebliches Lebensrisiko. Zudem stellt eine Handy-Taschenlampe keinen Ersatz für eine ordnungsgemäße Fahrradbeleuchtung dar.
Nach einem verkehrserzieherischen Gespräch informierten die Beamten den Radfahrer über die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens. Anschließend wurde der Mann entlassen.
Im Zusammenhang mit dem Vorfall weist die Polizei eindringlich darauf hin, dass auch bei winterlichen Straßenverhältnissen verbotene und lebensgefährliche Abkürzungen keine Option sind und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden oberste Priorität hat.