23-Jähriger nach Schüssen auf Barber-Shop festgenommen – 15-Jähriger unter Verdacht

 |  von Thomsen / Foerde.news

Über mehrere Stunden lief der Einsatz - Fotos: Alex Lenz

Sylt – Bei einem Polizeieinsatz in Westerland auf Sylt sind am Mittwoch mehrere Schüsse auf einen Barber-Shop in der Strandstraße abgegeben worden. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, nach einer weiteren Person wurde zunächst gefahndet. Die Ermittlungen dauern an.

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Der Einsatz begann gegen 11.15 Uhr. Wie Jan Krüger, Pressesprecher der Polizeidirektion Flensburg, mitteilte, wurden in der Strandstraße offenbar mehrere Schüsse abgegeben. Der Bereich rund um den Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Zeitweise kontrollierten Polizeikräfte im Rahmen der Fahndung auch Bahnhöfe und abfahrende Züge.

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Nach aktuellem Ermittlungsstand wurden mindestens drei Schüsse mit einer scharfen Schusswaffe auf den Eingangsbereich eines Barber-Shops in der Strandstraße abgegeben. Die Ermittlungen werden wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung, der Sachbeschädigung sowie wegen Verstößen gegen das Waffengesetz geführt.

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Der zunächst festgenommene Tatverdächtige ist ein 23-jähriger Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit. Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen wurde zudem am Bahnhof ein 15-jähriger Jugendlicher mit aserbaidschanischer Staatsangehörigkeit angetroffen. Nach einer vorläufigen Überprüfung auf einer Polizeidienststelle ergaben die weiteren Ermittlungen Hinweise auf eine mögliche Beteiligung an dem Geschehen. Der Jugendliche wird daher als Beschuldigter in dem eingeleiteten Ermittlungsverfahren geführt.

Der Tatort in der Strandstraße blieb über einen längeren Zeitraum gesperrt. Die Spurensicherung der Bezirkskriminalinspektion Flensburg wurde hinzugezogen und nahm ihre Arbeit vor Ort auf.

Parallel dazu kam es in der Süderstraße zu einem größeren Polizeieinsatz. Die Straße wurde zwischen „Am Seedeich“ und „Trift“ gesperrt. Hintergrund war ein Hinweis, wonach sich in einem Wohnhaus eine durch einen Schuss verletzte Person aufhalten solle. Die Überprüfung durch die eingesetzten Polizeikräfte ergab jedoch, dass sich dieser Verdacht nicht bestätigte. Die Absperrungen konnten daraufhin wieder aufgehoben werden.

Ob ein Zusammenhang zwischen dem Einsatz in der Süderstraße und den Schüssen in der Strandstraße besteht, wird weiterhin geprüft. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.