Autofahrer bei Überschlag in Klein Rheide schwer verletzt
| von Nico Hessel
Kropp – Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Donnerstagmorgen direkt vor den Toren des Bundeswehr-Fliegerhorsts Schleswig in Kropp. Da der Unfallort unmittelbar im Bereich des Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann“ lag, leisteten Soldaten und die spezialisierte Flugplatzfeuerwehr sofort lebensrettende Hilfe.
Gegen 09:40 Uhr befuhr ein 56-jähriger Autofahrer aus Glücksburg die Straße aus Richtung Klein Rheide kommend in Fahrtrichtung Fliegerhorst. Nach ersten Erkenntnissen kam der Mann mit seinem VW Golf 3 Cabrio zunächst nach links von der Fahrbahn ab. Beim Versuch gegenzulenken verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug, geriet in den rechten Straßengraben und überschlug sich.
Das Fahrzeug kam schließlich auf dem Dach liegend zum Stillstand. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Fahrer vermutlich aus dem Wagen geschleudert.
Besonders an diesem Einsatz war die unmittelbare Nähe zum Militärgelände. Da sich der Unfall auf einer für die Öffentlichkeit zugänglichen Privatstraße des Bundes ereignete, waren die Einsatzkräfte des Fliegerhorsts binnen kürzester Zeit vor Ort: Mehrere Soldaten der Wache sowie weiteres Kasernenpersonal eilten sofort zur Unfallstelle, um den Verunglückten zu versorgen. Auch ein ziviler Ersthelfer hielt unmittelbar nach dem Unfall an, um Beistand zu leisten. Aufgrund der räumlichen Nähe wurde die Flugplatzfeuerwehr als „First Responder“ alarmiert. Sie übernahm bis zum Eintreffen des Regelrettungsdienstes die medizinische Erstversorgung und sicherte die Unfallstelle ab.
Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde der Rettungshubschrauber Christoph 42 angefordert. Der Patient wurde vom Rettungsdienst zum Hubschrauber transportiert, dort umgelagert und anschließend in das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) nach Kiel geflogen.
Die Flugplatzfeuerwehr nahm zudem auslaufende Betriebsstoffe auf. Das total beschädigte Cabriolet musste durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen blieb die Straße durch die Bundeswehr voll gesperrt. Trotz der Sperrung kam es aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens auf der Bundesstraße zu keinen nennenswerten Behinderungen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.