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Blitzeinschlag in Rabenholz: Historisches Reetdachhaus brennt komplett nieder

 |  von Jasper Hentschel

Das Reetdachhaus brannte komplett nieder - Fotos: Jasper Hentschel

Rabenholz – Am Samstagabend entlud sich gegen 22.03 Uhr ein schweres Gewitter über der Gemeinde Rabenholz. Ein gewaltiger Erdblitz mit einer Stärke von 75 Kiloampere schlug direkt in ein liebevoll renoviertes Reetdachhaus in der Dorfstraße ein. Die Besitzer bemerkten das Feuer nur wenige Minuten später, doch die Flammen breiteten sich auf dem traditionellen Reetdach rasend schnell aus.

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Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte stand das Reet auf der Straßenseite bereits lichterloh in Flammen. Das Feuer griff kurz darauf auf das gesamte Dach und schließlich auf das Wohngebäude über. Die Feuerwehr löste umgehend Großalarm aus und leitete einen massiven Löschangriff ein.

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Insgesamt kämpften rund 100 Einsatzkräfte, größtenteils unter schwerem Atemschutz, gegen die Flammen. Neben zahlreichen Wehren aus dem Amt Geltinger Bucht war auch die Drehleiter der Feuerwehr Glücksburg im Einsatz. Ein vollständiges Niederbrennen des großen Wohnhauses ließ sich jedoch nicht mehr verhindern; das Gebäude ist vollkommen unbewohnbar.

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Durch eine gezielt aufgebaute Riegelstellung gelang es den Rettern, eine weitere Ausbreitung des Brandes zu stoppen. Mehrere benachbarte Gebäude, darunter ein weiteres großes Reetdachhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite sowie eine Scheune, wurden erfolgreich vor den Flammen geschützt. Da der Wasserbedarf massiv war, richteten die Einsatzkräfte eine Versorgung über umliegende Hydranten, einen circa 300 Meter entfernten Löschteich sowie Güllewagen im Pendelverkehr ein.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung, die direkt in den Ort Stangheck zog, wurde eine offizielle Warnung an die Bevölkerung herausgegeben. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gegen 23.30 Uhr war das optische Feuer weitgehend gelöscht, die Nachlösch- und Aufräumarbeiten andauerten jedoch bis zum Sonntagmorgen.

Die Bewohner, ein älteres Ehepaar, konnten sich glücklicherweise rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieben unverletzt. Es gelang ihnen zudem, ein Auto vor den Flammen zu retten, bevor sie vorerst bei Nachbarn unterkamen. Während des stundenlangen Großeinsatzes wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Zwei Rettungswagen blieben zur Absicherung an der Einsatzstelle, während die Dorfstraße für den Verkehr komplett gesperrt werden musste.