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Boot kentert in der Hafeneinfahrt: Insassen schwimmen an Land

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Flensburg - Glück hatten beide auf dem Boot befindlichen Personen - sie wurden nicht verletzt - Fotos: Thomsen
Eine gekenterte Segeljolle hat am Harniskai für für einen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG gesorgt. Auch der Seenotkreuzer „Werner Kuntze“ machte sich auf den Weg. Der Schiffsführer war zum Zeitpunkt des Unglücks möglicherweise alkoholisiert.
Nach Angaben des Skippers erfasste eine Windböe die Jolle gegen 20.30 und brachte sie gegenüber der Werft zum kentern.
Die Insassen des Bootes, ein Mann und eine Frau, retteten sich nach Angaben der Feuerwehr schwimmend am Harniskai an Land. Sie wurden durch den Rettungsdienst versorgt, blieben aber unverletzt. Die Frau wurde vorsorglich in die Notaufnahme eingeliefert.
Bei dem gekenterten Boot soll es sich um eine rund vier Meter lange Rennjolle aus dem Jahr 1936 handeln, mit der der Mann und die Frau von der Museumswerft aus gestartet waren.
Diese trieb nach dem Unfall kieloben im Wasser und wurde von einem anderen Boot gesichert.
Mit dem Boot eines privaten Pannendienstes wurde die gekenterte Jolle anschließend aufgerichtet und an die Kaimauer geschleppt. Dort soll sie noch am Abend leergepumpt werden, damit sie wieder schwimmfähig ist.
Da sich keine Personen mehr im Wasser in Gefahr befanden, konnte der Seenotkreuzer „Werner Kuntze“ seinen Einsatz abbrechen.
Trotz des glimpflichen Ausgangs könnte die Havarie für den Skipper unangenehme Folgen haben. Da die Polizeibeamten bei dem Mann deutlichen Atemalkoholgeruch wahrnehmen konnten, wurde er auf Anordnung der Wasserschutzpolizei mit einem Streifenwagen auf das Polizeirevier gebracht. Dort soll ihm eine Blutprobe entnommen werden - denn genau so wie im Straßenverkehr gilt auch für Schiffsführer eine Grenze von 0,5 Promille - darüber ist es verboten, ein Schiff zu steuern.

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