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Chemikalien in Wohnung vermischt: Großeinsatz und Sperrungen in Mürwik

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Flensburg - Da der Mieter der als Quelle für den Geruch ausgemachten Wohnung die Tür nicht öffnete, wurde diese von der Feuerwehr gewaltsam geöffnet. - Fotos: Thomsen
Ein verdächtiger, gasartiger Geruch aus einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus hat am Sonntagmittag einen Großeinsatz von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei ausgelöst.
Nach Angaben von Feuerwehr-Einsatzleiter Marco Bayer hatten Bewohner des Hauses den Notruf gewählt, nachdem sie den Geruch aus einer Wohnung im sechsten Stock des Hauses bemerkt hatten. „Mehrere Bewohner hatten zunächst auch über Atembeschwerden geklagt“, erklärte Bayer.
Daher rückten neben der Feuerwehr auch neun Rettungswagen und ein Notarzt an.
Ein Teil der Einsatzkräfte wurde auf dem Parkplatz des Famila-Marktes positioniert, während andere Kräfte direkt zu dem betroffenen Haus fuhr.
Aufgrund der unklaren Situation sperrte die Polizei sicherheitshalber auch die Zufahrten zum Schottweg und dem Wasserloosen Weg ab der Kreuzung der Osttangente.
Da der Mieter der als Quelle für den Geruch ausgemachten Wohnung die Tür nicht öffnete, wurde diese von der Feuerwehr gewaltsam geöffnet.
In der Wohnung fanden die Retter dann auch die Ursache für den Geruch: Der Mann hatte nach Angaben der Feuerwehr Aceton und Salmiakspiritus aus Flaschen miteinander vermischt.
Anwohner hatten schon die Fenster im Treppenhaus geöffnet, sodass der beißende Geruch schnell ins Freie entweichen konnte.
Polizeibeamte brachten den nicht sonderlich kooperativen Mann schließlich ins Freie. Er wurde anschließend mit einem Streifenwagen auf die Polizeiwache gebracht.
Verletzt wurde durch den Geruch letztlich glücklicherweise niemand - die Atembeschwerden der Bewohner hatten sich nach Angaben des Einsatzleiters schnell wieder verflüchtigt.
Die Sperrungen der Straßen konnten gegen 13.30 Uhr wieder aufgehoben werden.

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