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- Blaulicht -

Doppelter Einsatz: Angebranntes Essen und Feuer an Linienbus halten Einsatzkräfte auf Trab

von

Flensburg - Bei beiden Einsätzen wurde nur eine Person ins Krankenhaus gebracht - Fotos. Thomsen

Wie schon am Vorabend mussten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auch am Donnerstagabend zu zwei nahezu gleichzeitigen Bränden ausrücken - dieses Mal in der Nordstadt.

Der erste Brand wurde kurz vor 21 Uhr von Anwohnern aus der Apenrader Straße gemeldet, nachdem sie aus dem Mehrfamilienhaus eine starke Rauchentwicklung bemerkt hatten.

Da anhand der ersten Notrufe zunächst nicht klar war, ob sich noch Personen in dem Gebäude aufhalten und diesen möglicherweise der Fluchtweg abgeschnitten ist, wurden der Löschzug der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Klues, mehrere Rettungswagen und der Notarzt mit dem Stichwort „Feuer - Menschenleben in Gefahr“ in die Nordstadt alarmiert.

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte dann fest, dass eine Wohnung im Erdgeschoss stark verraucht war. Unter schwerem Atemschutz konnten die Feuerwehrleute schnell die Ursache ausfindig machen: Der Mieter der Wohnung hatte sein Essen, vermutlich zwei Steaks, in einem Topf auf dem eingeschalteten Herd vergessen.

Die Bewohner einer benachbarten Wohnung wurden von der Feuerwehr mit Fluchthauben ins Freie geleitet und vom Rettungsdienst untersucht. Sie blieben unverletzt.

Lediglich der Mieter der Brandwohnung wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Mit einem Drucklüfter wurde der Brandrauch aus dem Haus und den Wohnungen befördert.

Noch während der Löscharbeiten ging dann der nächste Alarm ein: In der Waldstraße wurde ein brennender Linienbus gemeldet.

Sofort rückte ein Teil der Einsatzkräfte von der Apenrader Straße aus zu dem zweiten Brand ab.

Dort stellte sich die Lage weit weniger dramatisch dar als zunächst angenommen - und dies ist wohl vor allem dem geistesgegenwärtigen Handeln des Busfahrers zu verdanken. Dieser hatte während der Fahrt eine Rauchentwicklung an der Front seines Busses bemerkt und das Hybridfahrzeug sofort an einer Haltestelle gestoppt. Er evakuierte die rund zehn Fahrgäste aus dem Bus, schnappte sich einen Pulverlöscher und dämmte die Flammen hinter der Fahrzeugfront ein. Zudem trennte er mit einem Notfallschalter die Stromverbindung zu den Batterien des Hybridantriebs. Eine zufällig vorbeikommende Streifenwagenbesatzung sorgte für die Alarmierung der Feuerwehr.

Als diese kurze Zeit später eintraf, übernahmen die Einsatzkräfte die Nachlöscharbeiten und kontrollierten die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera.

Der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst untersuchte vorsorglich ein Kleinkind, das mit seinen Eltern in dem Bus unterwegs gewesen war - dieses blieb aber, ebenso wie die anderen Fahrgäste unverletzt.

Der Bus war nach dem Brand nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Nach rund einer Stunde hatte die Feuerwehr beide Einsätze abgearbeitet. Neben der Berufsfeuerwehr war auch die Freiwillige Feuerwehr Klues bei beiden Bränden im Einsatz.


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