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Explosion in Gelting: Unbekannte sprengen Geldautomaten direkt an der B199

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Nach Aussagen eines Mitarbeiters der Nord-Ostsee Sparkasse blieb der Tresor des Automaten, in dem sich das Bargeld befindet, komplett unversehrt. - Fotos: Thomsen

Gelting - Ein lauter Knall hat gegen drei Uhr in der Nacht zum Donnerstag in Gelting mehrere Anwohner aus dem Schlaf gerissen. Dort haben bislang unbekannte Täter den Geldautomaten in der Filiale der Nord-Ostsee Sparkasse direkt an der Nordstraße aufgesprengt.
Der laute Knall, der auch in den umliegenden Straßen noch deutlich zu hören gewesen sein soll, hallte gegen drei Uhr durch Gelting. Mehrere Anwohner wählten daraufhin den Notruf von Polizei und Feuerwehr und meldeten die Explosion in der Filiale der Nord-Ostsee Sparkasse, die im Norderholm direkt an der B199 liegt.
Wenige Minuten später traf als erstes die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Gelting am Einsatzort ein. Zu diesem Zeitpunkt war eine leichte Verrauchung in dem Geldautomatenraum links vom Eingang festzustellen, aber kein Feuer. Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr war daher zunächst kein Eingreifen erforderlich.
Für die weiteren Ermittlungen forderte die Polizei auch die Spezialisten des Kampfmittel-Räumdienstes an, die am frühen Morgen ebenfalls an der Einsatzstelle eintrafen. Sie untersuchten den Automatenraum auf möglicherweise nicht detonierte Sprengstoffrückstände.
Nach bisherigen Informationen soll der Automat nicht durch die Einleitung von Gas, sondern durch einen Festsprengstoff in die Luft gejagt worden sein. Vor dem Gebäude war am Morgen ein Zünddraht zu sehen. Vermutlich hatten der oder die Täter die Sprengladung am Automaten angebracht und dann von außerhalb des Gebäudes die Explosion ausgelöst.
Eine ehemaliger Mitarbeiter der Sparkasse, der in der parallel zur B199 verlaufenden Wolfgang-Miether-Straße wohnt, sah nach der Explosion sogar noch einen der Täter weglaufen. Dieser soll, mit einer Stirnlampe auf dem Kopf, in Richtung des Bürgerparks gelaufen sein.

Diese Beobachtung bestätigt auch Uwe Keller, Pressesprecher des Landeskriminalamtes. „Wir wissen von einem männlichen Tatverdächtigen, der dunkel gekleidet war und sich zu Fuß entfernt hat“.

Um überhaupt an den Automaten zu gelangen, mussten der oder die Täter zuvor brachiale Gewalt anwenden und eine Holztür zwischen Foyer und Geldautomat aufbrechen.

Der Geldautomat selbst wurde durch die Sprengung vollständig zerstört. Allerdings blieb der Versuch, die große Beute zu machen, offenbar ohne Erfolg. Nach Aussagen eines Mitarbeiters der Nord-Ostsee Sparkasse blieb der Tresor des Automaten, in dem sich das Bargeld befindet, komplett unversehrt.
„Dem oder den Tätern ist es nicht gelungen, an das Bargeld in dem Automaten zu gelangen“, bestätigt Uwe Keller.


Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Polizei, an denen auch ein Hubschrauber beteiligt war, blieben aber zunächst ohne Erfolg.
Für die Ermittlungen der Spurensicherung hat die Polizei das Gelände der Bank und den Parkplatz davor am Morgen komplett abgesperrt.
Bei der Explosion handelt es sich um den ersten Vorfall einer Automatensprengung im Kreis Schleswig-Flensburg seit langer Zeit. Zuletzt war vor rund drei Wochen, am 14. Mai, in Tönning im Kreis Nordfriesland versucht worden einen Geldautomaten in einem Supermarkt zu sprengen.

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