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Fahrradträger schützt Familie bei Unfall auf der A7 vor schweren Verletzungen
| von Nico Hessel
Schuby – Bei einem Auffahrunfall auf der A7 bei Schleswig ist am Sonntagnachmittag offenbar nur durch glückliche Umstände niemand schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben waren gegen 17 Uhr zwischen den Anschlussstellen Schleswig-Jagel und Schleswig-Schuby in Fahrtrichtung Norden zwei Autos mit insgesamt acht Insassen beteiligt.
Der Unfall ereignete sich rund 300 Meter vor der Ausfahrt Schuby auf der Überholspur. Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei fuhr ein schwarzer VW Touran auf das Heck eines hellen Opel mit polnischem Kennzeichen auf. In beiden Fahrzeugen saßen jeweils vier Personen: Eltern mit jeweils zwei Kindern. Die Ursache des Auffahrunfalls war zunächst unklar.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Opel herumgeschleudert und schließlich entgegen der Fahrtrichtung in die Mittelleitplanke gedrückt. Trotz des heftigen Zusammenstoßes wurden nach bisherigen Erkenntnissen keine schweren Verletzungen festgestellt.
Nach Einschätzung der Rettungskräfte könnte ein am Heck des Opel montierter Fahrradträger mit drei Fahrrädern Schlimmeres verhindert haben. Die Konstruktion habe wie eine zusätzliche Knautschzone gewirkt und einen Großteil der Kräfte abgefangen. Alle acht Beteiligten standen unter schwerem Schock, mussten nach der ersten medizinischen Sichtung vor Ort jedoch nicht mit dem Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden. Eine zunächst gemeldete Rauchentwicklung bestätigte sich nicht.
Die Rettungskette lief unmittelbar nach dem Unfall an. Ein Motorradpolizist, der kurz zuvor auf die Autobahn aufgefahren war, traf als erste Einsatzkraft ein. Wenig später erreichten Feuerwehr und Rettungsdienst die Unfallstelle. Weil das Ausmaß der Lage zunächst unklar war, wurde kurz darauf ein zweiter Rettungswagen nachgefordert.
Für die Rettungs- und Erkundungsmaßnahmen musste die Autobahn zunächst vollständig gesperrt werden. Dies führte am Sonntagabend schnell zu einem mindestens drei Kilometer langen Rückstau. Um den Verkehr geordnet abzuleiten, forderte die Polizei Verstärkung an. Zwei weitere Polizeimotorräder fuhren unter Nutzung von Sonderrechten in Richtung Jagel zurück, um den nachfolgenden Verkehr bereits vor der Unfallstelle abzuleiten.
Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle und streute auslaufende Betriebsstoffe ab. Damit die bei Temperaturen von rund 30 Grad im Stau stehenden Autofahrer möglichst schnell weiterfahren konnten, wurde die Fahrbahn zügig gereinigt. Schließlich konnte der linke Fahrstreifen als erste Spur wieder freigegeben werden.
