Anzeige
- Blaulicht -
Folge uns auf Instagram und Facebook

Feuerwehren spenden Ausrüstung für Kameraden in Kiew

von

Schleswig-Flensburg - Die in der Kreisfeuerwehrzentrale gesammelten Spenden der Feuerwehren werden noch heute auf einen Lastwagen verladen und sollen in den kommenden Tagen dann direkt an die Feuerwehr nach Kiew geliefert werden. Foto: Iwersen

- Ein Hilferuf der Feuerwehr aus dem ukrainischen Kiew hat unter den Kameraden im Kreisgebiet eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. In einer Halle der Kreisfeuerwehrzentrale stapeln sich die Kartons mit gespendeter Schutzausrüstung.

Kreisbrandmeister Mark Rücker erreichte der Hilferuf aus dem Kriegsgebiet am Ende der letzten Woche. „Die Feuerwehr hatte in dem Aufruf um 20 Helme gebeten, da vermutlich viel der dortigen Ausrüstung durch den tagelangen Dauereinsatz kaputt ist“, so der Kreisbrandmeister.

Er leitete den Hilferuf an die Amts- und Gemeindewehrführer weiter - und erlebte innerhalb weniger Minuten eine Hilfsbereitschaft, die selbst ihn erstaunt hat. „Nach zwanzig Minuten hatte ich schon die ersten Zusagen auf dem Tisch“, freut sich Rücker.

Und die Menge der gespendeten Ausrüstung geht weit über die angeforderten Helme hinaus. Am Montagmorgen lieferten bereits zahlreiche Feuerwehren aus allen Teiles des Kreisgebietes ihre Spenden bei der Kreisfeuerwehrzentrale in Schleswig ab. Dort ist Mitarbeiter Finn Andersen mit der Entgegennahme der Ausrüstungsgegenstände betraut. In einer Fahrzeughalle stapeln sich zwischen den Einsatzfahrzeugen bereits Paletten mit Helmen, Einsatzjacken, Handschuhen, Stiefeln und vielen weiteren Dingen, die Feuerwehrleute im Einsatz als persönliche Schutzausrüstung benötigen.

Mark Rücker betont, dass es sich dabei nicht um defekte Gegenstände handelt - „Viele Feuerwehren sind in ihre Lager gegangen und haben einen Teil der Reserve-Ausrüstung zur Verfügung gestellt“, erklärt der Kreisbrandmeister.

Über die genauen Zustände bei der Feuerwehr in Kiew weiß allerdings auch er nicht viel. „Man muss aber bei tagelangen Löscharbeiten nach Bombeneinschlägen, Evakuierungen und Menschenrettungen davon ausgehen, dass sowohl Material als auch Kameraden am Ende sind“, schätzt er ein.

Die in der Kreisfeuerwehrzentrale gesammelten Spenden der Feuerwehren werden noch heute auf einen Lastwagen verladen und sollen in den kommenden Tagen dann direkt an die Feuerwehr nach Kiew geliefert werden.

 


Zurück