Großbrand in Schnarup-Thumby: Werkstatt und Fahrzeuge in Flammen – Wohnhaus schwer beschädigt

 |  von Jasper Hentschel

Ein Kamerad der Feuerwehr Schnarup-Thumby musste während des Einsatzes aufgrund von Kreislaufbeschwerden vom Rettungsdienst medizinisch versorgt werden - Fotos: Jasper Henteschel

Schnaurup-Thumby – Ein massives Brandgeschehen forderte am Montagnachmittag die Feuerwehren in der Gemeinde Schnarup-Thumby. In der Straße Pabtoft gerieten eine Werkstatt sowie mehrere Fahrzeuge in Brand. Nur durch einen schnellen Löschangriff konnte ein Übergreifen der Flammen auf ein direkt angrenzendes Wohnhaus in letzter Sekunde weitgehend verhindert werden.

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Bereits auf der Anfahrt war die dramatische Lage für die Einsatzkräfte erkennbar. Eine tiefschwarze Rauchsäule war aus bis zu sieben Kilometern Entfernung sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Wehren standen eine Werkstatt (ehemals Garage), ein davor geparkter Pkw sowie ein Kleintransporter bereits in Vollbrand. Die enorme Hitzeentwicklung führte dazu, dass am direkt angrenzenden Wohnhaus bereits die Fensterscheiben barsten.

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Die Brandbekämpfung gestaltete sich anfangs schwierig. Da die nächsten Hydranten jeweils über 200 Meter entfernt waren, mussten sich die Einsatzkräfte zunächst aus den Wassertanks der Löschfahrzeuge bedienen, die jedoch nur begrenzte Kapazitäten (600 bis 1.000 Liter) boten.

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Um die Wasserversorgung dauerhaft sicherzustellen, bauten die Kameraden lange Schlauchleitungen auf. Dabei machten sie sich eine Besonderheit eines nahegelegenen Bauernhofs zunutze: Ein ehemaliger unterirdischer Güllebehälter, der mittlerweile als Regenwasserspeicher dient, wurde angezapft, um genügend Löschwasser für den massiven Außen- und Innenangriff bereitzustellen.

Insgesamt 45 Einsatzkräfte der Feuerwehren Schnarup-Thumby, Rüde, Struxdorf und Ekeberg kämpften gegen die Flammen. Mehrere Trups gingen unter schwerem Atemschutz vor, um das Wohnhaus zu halten und mehrere Gasflaschen aus dem Gefahrenbereich zu bergen, von denen einige laut Zeugenberichten bereits für Explosionen gesorgt hatten.

Ein Kamerad der Feuerwehr Schnarup-Thumby musste während des Einsatzes aufgrund von Kreislaufbeschwerden vom Rettungsdienst medizinisch versorgt und in eine Klinik transportiert werden.

Trotz des schnellen Eingreifens wurde das Wohnhaus durch die enorme Hitzebeaufschlagung und Raucheintritt schwer beschädigt. Die Bewohner waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht im Haus, trafen jedoch im Verlauf des Einsatzes an der Einsatzstelle ein.

Die Kriminalpolizei hat noch vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Nachlöscharbeiten und die Suche nach Glutnestern in der verwüsteten Werkstatt zogen sich aufgrund der hohen Brandlast bis in den späten Nachmittag hin. Eine Warnung der Bevölkerung war aufgrund der Windrichtung und der alleinstehenden Lage des Objektes nicht erforderlich.