Luftrettung in Schleswig-Holstein: Rendsburg und Niebüll tragen rund 10 Prozent der Einsätze

 |  von Thomsen / Foerde.news

Die Rettungshubschrauber Christoph Europa 5 und Chritoph 42 wurden insgesamt 3068 mal im Jahr 2025 alarmiert - Archivfotos: Thomsen

Gesundheit – Die Luftrettung ist ein zentraler Bestandteil der schnellen Notfallversorgung in Deutschland – in Schleswig-Holstein zeigt sich das besonders eindrücklich an den Zahlen der DRF Luftrettung für die Stationen Rendsburg und Niebüll. Allein diese beiden Standorte wurden im Jahr 2025 insgesamt 3.068-mal alarmiert und tragen damit die Luftrettung im nördlichsten Bundesland maßgeblich mit.

- Anzeige -

Rendsburg: Hohe Auslastung auf konstantem Niveau

Der in Rendsburg stationierte Hubschrauber „Christoph 42“ wurde 2025 zu 1.513 Einsätzen angefordert.

- Anzeige -
Anzeige
  • 1.214 Einsätze entfielen auf die Notfallrettung, bei der der Hubschrauber direkt zu Unfallorten oder zu Patienten mit akuten lebensbedrohlichen Erkrankungen gerufen wurde.

    - Anzeige -
  • 299 Flüge dienten dem Transport kritisch kranker oder verletzter Patienten zwischen Kliniken, um eine spezialisierte Weiterbehandlung zu ermöglichen.

Im Jahr 2024 war Christoph 42 noch 1.527-mal im Einsatz. Damit bewegen sich die Einsatzzahlen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau – mit einem minimalen Rückgang, der die Bedeutung der Station für die regionale Notfallversorgung aber nicht schmälert.

Niebüll: Deutlicher Anstieg der Einsatzzahlen

Noch dynamischer stellt sich die Entwicklung im Norden des Landes dar. Der in Niebüll stationierte Hubschrauber „Christoph Europa 5“ verzeichnete 2025 insgesamt 1.555 Einsätze – deutlich mehr als im Vorjahr.

  • 1.138 Einsätze betrafen die klassische Notfallrettung.

  • 417 Einsätze waren Sekundärtransporte zwischen Kliniken, bei denen schwererkrankte Patienten in spezialisierte Zentren verlegt wurden.

Zum Vergleich: 2024 wurde Christoph Europa 5 1.312-mal alarmiert. Der Zuwachs unterstreicht die wachsende Bedeutung der Station Niebüll, insbesondere für die Versorgung in den oft ländlich geprägten Regionen Nordfrieslands und im grenznahen Bereich.

Schleswig-Holstein: Mehr als 3.000 Einsätze aus der Luft

Zusammengenommen wurden die Hubschrauber der DRF Luftrettung in Schleswig-Holstein im Zeitraum Januar bis Dezember 2025 3.068-mal alarmiert. Rendsburg und Niebüll bilden dabei die tragenden Säulen der luftgestützten Notfallversorgung im Land – sowohl bei akuten Notfällen als auch bei zeitkritischen Verlegungen zwischen Kliniken.

Bundesweite Bilanz als Rahmen

Bundesweit verzeichnete die DRF Luftrettung im vergangenen Jahr 36.407 Einsätze mit Hubschraubern und Ambulanzflugzeugen und damit einen leichten Anstieg gegenüber 2024. Die deutschlandweiten Zahlen bilden den Rahmen – die konkrete Relevanz für die Menschen in Schleswig-Holstein zeigt sich jedoch vor allem an den starken Einsatzzahlen der Stationen Rendsburg und Niebüll.

Sie machen deutlich: Schnelle Hilfe aus der Luft ist im Norden längst unverzichtbarer Bestandteil der medizinischen Daseinsvorsorge – und bleibt für viele Patienten im Ernstfall die entscheidende Lebensversicherung.