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Mehr als einen Meter hohe Engelskulptur vom Mühlenfriedhof gestohlen

 |  von Thomsen / Foerde.news

Mit Gewalt und erheblichem Kraftaufwand wurde die große Figur vom Friedhof gestohlen - Foto: Polizeidirktion Flensburg

Flensburg – Unbekannte haben eine große Engelfigur aus Metall vom Mühlenfriedhof in Flensburg entwendet. Die Skulptur wurde gewaltsam von ihrem Steinsockel getrennt. Polizei und Friedhofsverwaltung bitten um Hinweise aus der Bevölkerung.

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Vom Mühlenfriedhof in Flensburg ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 21. auf 22. Juli 2026, eine Engelskulptur gestohlen worden. Der Diebstahl wurde der Polizei am Mittwoch gemeldet.

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Nach Angaben der Polizei stand die Bronzestatue auf einem rund 1,50 Meter hohen Steinsockel und stellte einen Engel mit ausgestreckten Armen dar. Die Polizei gibt die Größe der Figur mit etwa 1,80 Metern an. Nach Angaben der Flensburger Friedhöfe war die Metallskulptur etwa 1,20 Meter groß.

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Die Täter lösten die Figur offenbar gewaltsam von ihrem Sockel und transportierten sie ab. Als möglicher Tatzeitraum gilt Dienstag, 21. Juli, 15.45 Uhr, bis Mittwoch, 22. Juli, 15.45 Uhr. Der Wert der Statue wird auf einen fünfstelligen Betrag geschätzt.

Die Engelfigur befand sich seit dem Jahr 2009 auf einem steinernen Podest in einem Grabfeld. Sie wachte über die darunterliegenden Gräber und galt nach Angaben der Friedhofsverwaltung als prägendes Symbol des Ortes.

„Es ist tragisch, wenn die Würde eines Friedhofs missachtet wird – vor allem für die Angehörigen“, erklärt Barbara Hartten, Geschäftsführerin der Flensburger Friedhöfe. Besonders schmerzhaft sei es, wenn die letzte Ruhestätte eines Angehörigen zum Ziel von Dieben werde.

Nach Angaben der Friedhofsverwaltung werden immer wieder Kunst- und Metallgegenstände von Friedhöfen gestohlen. Häufig verschwänden Kupferkreuze, bronzene Laternen und andere Metallobjekte. Viele dieser Taten könnten nach Einschätzung der Polizei mit den hohen Buntmetallpreisen zusammenhängen. Die gestohlenen Gegenstände würden häufig an Recyclingunternehmen verkauft oder ins Ausland gebracht.

Die Flensburger Friedhöfe verfügen zwar über einen Wachdienst, dieser kann jedoch nicht rund um die Uhr eingesetzt werden. Da die Friedhöfe jederzeit geöffnet sind, sei eine lückenlose Überwachung nicht möglich. Auch Videokameras könnten aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht ohne Weiteres eingesetzt werden. Eine dauerhafte personelle Bewachung sei zudem finanziell kaum umsetzbar.

Die Friedhofsverwaltung will sich nach eigenen Angaben zeitnah um einen Ersatz für die gestohlene Engelskulptur bemühen.

Die Kriminalpolizei Flensburg bittet Zeugen um Hinweise. Wer im Tatzeitraum auf dem Mühlenfriedhof oder in dessen Nähe verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zum Verbleib der Statue machen kann, wird gebeten, sich unter Telefon 0461/4840 oder per E-Mail an k7.flensburg.bki@polizei.landsh.de zu melden.