Motorrad prallt auf Wohnmobil: 18-Jähriger schwer verletzt
| von Nico Hessel
Tarp – Auf der A7 in Fahrtrichtung Norden hat sich am Mittwoch nahe der Ausfahrt Tarp ein schwerer Unfall zwischen einem Motorrad und einem Wohnmobil ereignet. Ein 18 Jahre alter Motorradfahrer wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Der Fahrer des Wohnmobils und seine Beifahrerin blieben unverletzt.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei geschah der Unfall gegen 16.35 Uhr nur wenige Meter vor der Ausfahrt Tarp. Sowohl der Fahrer eines Wohnmobils als auch der 18-jährige Motorradfahrer waren zu diesem Zeitpunkt in Richtung Norden auf der Autobahn unterwegs.
Aus bislang ungeklärten Gründen fuhr der Motorradfahrer in das Heck des Wohnmobils. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass das Motorrad vollständig zerstört und in mehrere Teile zerrissen wurde. Der Fahrer des Wohnmobils bemerkte den Zusammenstoß und brachte sein Fahrzeug einige Meter weiter auf dem Pannenstreifen zum Stehen.
Unmittelbar nach dem Unfall stoppten Ersthelfer sowie ein Krankentransportwagen aus Kiel am Unfallort und übernahmen die Erstversorgung des schwer verletzten Motorradfahrers. Die Rettungsleitstelle alarmierte zudem drei Rettungswagen, einen Notarzt und den Rettungshubschrauber Christoph 42, der direkt auf der Autobahn landete.
Weil an dem verunfallten Motorrad Rauchentwicklung festgestellt wurde, rückten auch die Freiwilligen Feuerwehren Schuby und Lürschau aus. Ein Entstehungsbrand konnte schnell gelöscht werden.
Der junge Motorradfahrer erlitt durch den Aufprall auf das Wohnmobil und den anschließenden Sturz so schwere Verletzungen, dass er in Lebensgefahr schwebt. Nach der Erstversorgung wurde er mit einem Rettungswagen in die Notaufnahme des Flensburger Fördeklinikums gebracht.
Der Fahrer des Wohnmobils und seine Beifahrerin wurden von Rettungskräften untersucht. Beide blieben unverletzt und lehnten einen Transport ins Krankenhaus ab.
Da der genaue Unfallhergang vor Ort nicht rekonstruiert werden konnte, forderte die Polizei in Absprache mit der Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen an. Dessen Gutachten soll unter anderem klären, welches Fahrzeug sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf welcher Spur befand und mit welcher Geschwindigkeit Motorrad und Wohnmobil unterwegs waren.
Für die Rettungsarbeiten und die Unfallaufnahme musste die Autobahn in Richtung Norden zunächst voll gesperrt werden. Nach dem Abrücken der Rettungskräfte konnte eine Fahrspur wieder freigegeben werden. Durch die Sperrung entstand ein Rückstau von mehr als fünf Kilometern. Das total zerstörte Motorrad und das Wohnmobil wurden von einem Abschleppunternehmen abtransportiert. Die Arbeiten an der Unfallstelle dauerten am Abend noch an.