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Nach Gewaltdrohung: Siegfried-Lenz-Schule setzt Präsenzpflicht am Dienstag aus

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Handewitt - Die Polizei wird am Dienstag sichtbar vor Ort sein.- Foto: Thomsen

Eine Kritzelei auf einer Toilette an der Siegfried-Lenz-Schule sorgt derzeit bei Eltern, Schülern und Lehrkräften gleichermaßen für Aufregung. Am kommenden Dienstag wird daher neben einigen anderen Schutzvorkehrungen auch die Präsenzpflicht aufgehoben.
Die Schmiererei war nach Angaben der Polizei im Laufe der Woche in einer Toilette entdeckt worden, die sich auf den kommenden Dienstag (22.02.) bezieht. Welche Botschaft dort genau vorgefunden wurde, wollte die Polizei nicht mitteilen. „Die Ermittlungen haben aber ergeben, dass die Botschaft keine strafrechtliche Relevanz hat“, erklärt Polizei-Pressesprecherin Sandra Otte.
Zudem hat die Schule in Absprache mit der Schulaufsicht und der Polizei entschieden, den Unterricht dennoch stattfinden zu lassen. In einem Schreiben der Schule an die Eltern, das Foerde.news vorliegt, kündigt die stellvertretende Schulleiterin an, dass Eltern für den kommenden Dienstag selbst entscheiden können, ob sie ihr Kind in die Schule schicken.
„Die Gefährdungslage wurde als gering eingestuft“, bestätigen sowohl die stellvertretende Schulleiterin Sabine Rothberg in dem Schreiben als auch Polizeisprecherin Sandra Otte.
Sie kündigte aber an, dass die Polizei am Dienstag sichtbar vor Ort sein werde.
Zudem gelten an diesem Tag einige weitere Schutzmaßnahmen für die Schule, über die die Eltern in dem Schreiben informiert wurden.
Wer der Urheber der Botschaft ist konnte indes bislang nicht ermittelt werden. Dahinter stecken könnte aber ein Trend in einem Video-Portal, in dem Nutzer zu „Challenges“, also Wettbewerben aufgerufen werden, in denen sie Inventar der Schule beschädigen oder Gewaltbotschaften hinterlassen, die aber keinen ernsten Hintergrund haben - mit dem Ziel, sich für den betreffenden Tag einen Ausfall des Unterrichts zu erschleichen.
In dem Schreiben an die Eltern rief Sabine Rothberg zudem dazu auf, auf „besorgniserregende Äußerungen“ von Schülerinnen und Schülern aufmerksam zu machen und zu verdeutlichen, dass solche Botschaften ernst genommen werden.


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