Neue Erkenntnisse nach Schuss auf 23-Jährigen
| von Thomsen / Foerde.news
Harrislee – Nach einem Großeinsatz der Polizei am Samstagabend, den 19. Juli 2025, im Harrisleer Ortsteil Kupfermühle, laufen die Ermittlungen weiterhin auf Hochtouren. Gegen 18:10 Uhr war die Polizei laut Angaben der Regionalleitstelle Nord alarmiert worden. Im Verlauf des Einsatzes kam es gegen 20:22 Uhr zum Einsatz einer Schusswaffe durch Beamte.
Ein 23-jähriger deutscher Staatsbürger wurde dabei verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Über den Gesundheitszustand des Mannes machte die Polizei bislang keine Angaben. Warum es zu dem Schusswaffengebrauch kam, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.
Wie Oberstaatsanwältin Dr. Inke Dellius am Dienstagvormittag mitteilte, wurde gegen den jungen Mann wegen des Verdachts auf Bedrohungsdelikte gefahndet. Er wurde inzwischen in das Haftkrankenhaus Hamburg verlegt. Ob die Schussabgabe strafrechtliche Konsequenzen für die eingesetzten Beamten nach sich zieht, wird derzeit geprüft – insbesondere, ob eine Körperverletzung im Amt oder ein gerechtfertigter Waffeneinsatz vorliegt.
Der Beamte der den Schuss abgeben hat, ist weiterhin im Dienst, erklärte Dellius auf Nachfrage von Förde.news.
Während des Einsatzes war die Straße Wassersleben auf Höhe des Dammwegs voll gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet.
Abschließend erklärt die Oberstaatsanwältin, dass weitere Details zum Ablauf des Einsatzes mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen bislang nicht mitgeteilt werden können.