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Neue Leitstelle wächst in die Höhe

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Harrislee - Die Kosten für den Bau und die aufwändige Technik sind mit 23 Millionen Euro kalkuliert. - Foto: Iwersen

Auf einem 15.000 Quadratmeter großen Grundstück im Harrisleer Gewerbegebiet entsteht momentan die neue Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Die erst vor zwölf Jahren auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule errichtete „Kooperative Regionalleitstelle“ ist mit den wachsenden Einsatzzahlen und dem komplexer gewordenen Aufgabenspektrum zu klein geworden.

Das Fundament ist vollständig gegossen, die Außenwand an der Nordseite steht und auch die ersten Mauern im Innenraum lassen bereits erste Räume erkennen: Auf der Baustelle im „Gewerbehof“ ist seit der Grundsteinlegung im April viel passiert.

Dort wächst aktuell die neue Kooperative Regionalleitstelle mit einer zukünftigen Nutzfläche von rund 4.000 Quadratmetern in die Höhe.

„Aktuell liegen die Bauarbeiten allerdings ungefähr 14 Tage hinter dem Zeitplan“, gibt Leitstellenleiter Achim Hackstein zu. Ursache seien die vielen Regentage zu Beginn der Erdarbeiten im Frühjahr. „Mit Regen haben wir ja gerechnet - aber nicht mit diesen Mengen“, erklärt Hackstein den leichten Rückstand auf der Baustelle. Damals konnte die Baustelle entgegen der Planungen längere Zeit gar nicht mit Baggern befahren werden.

Um wieder Zeit gutzumachen, wird der Bauunternehmer nach Hacksteins Worten nun kurzfristig mehr Mitarbeiter auf der Baustelle einsetzen sowie einen zweiten Baukran errichten, um den Rohbau termingerecht fertigzustellen.

Das fertige Fundament lässt bereits die Form des Herzstücks der Gefahrenabwehr in Form einer „8“ erkennen.

Dort sollen ab dem übernächsten Jahr alle Anrufe über die Notrufnummern 110 und 112 aus Flensburg sowie den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland auflaufen - immerhin rund 80.000 Mal pro Jahr klingelt auch in der ebenfalls in Harrislee beheimateten jetzigen Leitstelle das Telefon. Rund 75.000 Einsätze von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei werden pro Jahr aus der Leitstelle koordiniert und geführt. Die jetzige Leitstelle auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule „Am Oxer“ wurde im Jahr 2009 eingeweiht.

Die Leitstelle war damals ein Novum, da sie insgesamt sechs zuvor bestehende einzelne Leitstellen in einem Gebäude zusammenführte. Bis zum Sommer 2009 unterhielten sowohl die Stadt Flensburg als auch die Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland je eine eigene Leitstelle für die Polizei sowie für Feuerwehr und Rettungsdienst.

Der Neubau soll mehr Platz für das steigende Aufkommen an Notrufen und Hilfeersuchen der Bürger sowie bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden schaffen. So sind beispielsweise zwei Innenhöfe für die Angestellten vorgesehen.

Die Kosten für den Bau und die aufwändige Technik sind mit 23 Millionen Euro kalkuliert. Nächster Meilenstein des Bauvorhabens ist das Richtfest, dass für Mai kommenden Jahres geplant ist.


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