Rasante Fahrt endet an Hauswand – Fragen über Unfallfahrer bleiben offen

 |  von Thomsen / Foerde.news

Wer der genaue Fahrer ist, bleibt unklar - Fotos: Thomsen

Flensburg – Ein spektakulärer Verkehrsunfall hat am Dienstagnachmittag im Flensburger Stadtteil Duburg für Aufsehen gesorgt. Gegen 16 Uhr krachte ein mit überhöhter Geschwindigkeit fahrender Ford Kuga im Kreuzungsbereich Dorotheenstraße/Flurstraße in eine Hauswand – und wirft seither viele Fragen auf.

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Nach Angaben der Polizei war das Fahrzeug zuvor auf der Dorotheenstraße in Richtung Marienhölzungsweg unterwegs. Zeugen berichten, der Wagen habe ein anderes Auto in einem riskanten Manöver überholt und dabei ein am Straßenrand geparktes Fahrzeug gestreift. Trotz der Kollision setzte der Fahrer seine Fahrt unbeirrt fort. Eine Person entkam offenbar nur durch einen Sprung zur Seite einem Zusammenstoß.

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In der Folge verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug. Mit quietschenden Reifen schleuderte der Wagen in den Kreuzungsbereich und prallte frontal gegen die Hauswand eines Gebäudes in der Flurstraße. Verletzt wurde dabei ersten Erkenntnissen zufolge niemand.

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Vor Ort trafen die Beamten einen 32-jährigen Mann an, der angab, nicht selbst gefahren zu sein. Er habe lediglich auf dem Beifahrersitz gesessen. Der angebliche Fahrer – ein naher Verwandter – sei geflüchtet. Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen im Nahbereich konnte die beschriebene Person bislang nicht ausfindig gemacht werden.

Der Airbag wurde sichergestellt um anhand der DNA-Spuren fest zu stellen, wer der Fahrer war

Eine Überprüfung ergab, dass der 32-Jährige keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Zudem zeigte ein Atemalkoholtest einen Wert von über einem Promille. Der Mann wurde zur Dienststelle gebracht, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Flensburg wurde der Airbag des Unfallwagens sichergestellt – dieser könnte DNA-Spuren enthalten und damit klären, wer tatsächlich am Steuer saß. Ob das Fahrzeug ebenfalls beschlagnahmt wird, war zum Redaktionsschluss noch offen.

Die Unfallstelle musste zeitweise halbseitig gesperrt werden. Die Ermittlungen dauern an.