Reisebus rutscht in Graben: Feuerwehr im Einsatz

 |  von Jasper Hentschel

Der Bus war mit rund 50 Insassen besetzt - Fotos: Jasper Hentschel

Havetoft – Offenbar großes Glück im Unglück hatten die mehr als 50 Insassen eines Reisebusses, der am Montagnachmittag auf der Eckernförder Landstraße (L 267) zwischen Havetoft und Großsolt verunglückte – denn nach dem Unfall drohte der Bus umzustürzen und wurde nur noch von Bäumen gehalten.

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Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei waren zum Unfallzeitpunkt gegen 15 Uhr drei Reisebusse hintereinander auf der Landstraße in Richtung Flensburg unterwegs. Mit ihnen sollten Arbeiter der Wurstfabrik aus Böklund nach Flensburg zu ihren Wohnorten gebracht werden.

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Doch auf der schmalen Strecke wollte der Fahrer des ersten Busses in der Kolonne einem entgegenkommenden Auto leicht ausweichen. Dabei passierte es: Der tonnenschwere Bus geriet auf den weichen Grünstreifen und kippte zur Seite.

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Ein Umstürzen wurde nur dadurch verhindert, dass sich das Fahrzeug gegen mehrere Bäume lehnte und gehalten wurde. Daher blieben alle Insassen unverletzt.

Aufgrund der ungünstigen Schräglage des Busses ließen sich die Türen aber nicht öffnen. Daher wurden die Freiwilligen Feuerwehren Havetoft-Hostrup und Böklund zur technischen Hilfeleistung an die Unfallstelle alarmiert. Schon vor deren Eintreffen versuchten auch Ersthelfer mit einer Leiter, den eingeschlossenen Fahrgästen das Aussteigen zu ermöglichen.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr entfernten Seiten- und Heckscheiben des Busses und halfen den Fahrgästen, über die Leiter ins Freie zu steigen. Auch bei der Rettungsaktion verletzte sich glücklicherweise niemand.

Die Männer und Frauen wurden bereits nach kurzer Zeit von einem Ersatzbus abgeholt und weiter an ihren Zielort nach Flensburg gefahren. Der Busfahrer wurde zwischenzeitlich von der Besatzung des Rettungswagens untersucht und betreut.

Für die Rettungsarbeiten und die Bergung des Busses durch ein Abschleppunternehmen musste die Landstraße voll gesperrt werden. Für die Einrichtung der Sperrung und zur Reinigung der Fahrbahn wurde auch die Straßenmeisterei alarmiert. Die Höhe des durch den Unfall entstandenen Sachschadens ist bislang unklar.