Schockanrufe durch falsche Beamte oder angebliche Angehörige
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Seit Mittwochmorgen, 28. Januar 2026, verzeichnet die Leitstelle der Polizeidirektion Flensburg erneut eine Zunahme sogenannter Schockanrufe. Das teilte Lars Woldt, Pressesprecher der Polizeidirektion Flensburg, mit. Demnach sind aktuell vor allem Bürgerinnen und Bürger im Raum Flensburg betroffen.
Bei den Schockanrufen handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei der sich die Täter am Telefon als Familienangehörige oder als Polizeibeamte ausgeben. Sie schildern eine dramatische Notlage, etwa einen schweren Verkehrsunfall eines nahen Angehörigen, oftmals mit tödlichem Ausgang. Den Angerufenen wird dabei suggeriert, dass dem vermeintlich beteiligten Angehörigen eine Inhaftierung drohe. Um diese angeblich abzuwenden, verlangen die Betrüger hohe Geldsummen oder die Übergabe von Wertgegenständen als angebliche Kaution. Teilweise stellen sie sogar eine spätere Rückerstattung des Geldes in Aussicht, um das Vertrauen der Opfer zu gewinnen.
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser perfiden Betrugsmasche und gibt folgende Hinweise:
-
Misstrauisch werden, wenn unbekannte Anrufer unter Schilderung eines dramatischen Ereignisses – etwa eines Unfalls eines Angehörigen – Geld oder Wertsachen fordern.
-
Die geschilderten Angaben keinesfalls ungeprüft übernehmen, sondern selbstständig Kontakt zu den angeblich betroffenen Angehörigen aufnehmen.
-
Im Zweifel sofort die Polizei verständigen und den Vorfall melden.
-
Familienangehörige, Nachbarn und Freunde – insbesondere ältere Menschen – über diese Betrugsform informieren, um sie zu sensibilisieren.
Die Polizeidirektion Flensburg appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu sein und verdächtige Anrufe konsequent zu melden.