Streit unter rund 30 Personen im Parkhaus: 17-Jähriger durch Messer verletzt

 |  von Thomsen / Foerde.news

Der 17-jährige wurde ins Krankenhaus gebracht und dort behandelt - Fotos: Thomsen

Flensburg – Bei mehreren körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen in der Flensburger Innenstadt ist am Montagnachmittag, 16. März 2026, ein 17-Jähriger schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei erlitt der Jugendliche bei einem Messerangriff schwere Schnittverletzungen an den Unterarmen. Lebensgefahr bestand demnach nicht.

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Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich die erste größere Auseinandersetzung gegen 15.45 Uhr im Parkhaus der Holmpassage. Nach Polizeiangaben waren dort etwa 30 Personen beteiligt. Im Treppenhaus des Parkhauses waren Blutspuren vom vierten Obergeschoss bis ins Erdgeschoss sichtbar. Die Polizei sperrte den Bereich in der vierten Etage zunächst ab und sicherte Spuren. Wie Pressesprecher Jan Krüger von der Polizeidirektion Flensburg auf Nachfrage mitteilte, soll es sich bei den betroffenen Personen um Heranwachsende und Jugendliche gehandelt haben.

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Ersten Hinweisen zufolge sollen einige Beteiligte Messer mitgeführt haben. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurde ein 17-jähriger Deutscher durch Schnittverletzungen an den Unterarmen schwer verletzt. Er musste in einem Flensburger Krankenhaus notoperiert werden. Inzwischen konnte der Jugendliche wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

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Noch vor dem Eintreffen der Polizei flüchteten zahlreiche Beteiligte. Aufgrund von Zeugenhinweisen ergaben sich erste Anhaltspunkte zu möglichen Tatverdächtigen.

Im weiteren Verlauf kam es im Bereich des Flensburger ZOB zu mindestens einer weiteren körperlichen Auseinandersetzung. Dabei soll unter anderem auch ein Schlagring eingesetzt worden sein. Mehrere Polizeifahrzeuge umstellten dort eine Gruppe von Personen. Dadurch kam es auch zu kleineren Behinderungen im Linienbusverkehr.

Zur Beruhigung der Lage und zur Aufnahme der Sachverhalte waren mehrere Streifenwagen der Bundes- und Landespolizei im Einsatz. Vorübergehend wurden fünf Personen für weitere Maßnahmen mit zur Wache genommen.

Krüger erklärte, aufgrund dessen seien noch nicht alle Maßnahmen abgeschlossen. Außerdem könnten bislang keine weiteren Informationen herausgegeben werden, da noch nicht geklärt sei, welche Personen genau an welcher Tat beteiligt gewesen seien oder ob sie überhaupt etwas getan hätten.

 

Die genaue Tatbeteiligung der Betroffenen ist nach Polizeiangaben noch unklar.

Abschließend erklärte Krüger, dass der Einsatz sich mit Spurensicherungen usw. bis rund 19 Uhr ging.

Das Kommissariat 2 der Bezirkskriminalinspektion Flensburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu den Beteiligten oder zum Ablauf der Auseinandersetzungen machen können, sich unter Telefon 0461/484-0 zu melden. Mögliches Video- und Bildmaterial zu den Vorfällen soll auf dem Portal sh.hinweisportal.de hochgeladen werden.