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Tödlicher Unfall auf der L193 - Transporter fliegt über Leitplanke

 |  von Thomsen / Foerde.news

Für den Fahrer des Mercedes kam jede Hilfe zu spät, er verstarb noch an der Unfallstelle - Fotos: Thomsen

Großsolt – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L193 bei Großsolt ist am Freitag gegen 14.30 Uhr ein 71 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Zwei weitere Beteiligte, ein 34-jähriger Transporterfahrer und eine 57-jährige Autofahrerin, wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Die Straße blieb bis rund 19 Uhr gesperrt.

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Nach den bisherigen Erkenntnissen befuhr der 71-Jährige mit einem schwarzen 124er Mercedes die L193 aus Sörup kommend in Richtung Großsolt. Rund 700 Meter von der Zumündung zur K90 geriet das Fahrzeug aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Ford-Transporter, der in Richtung Sörup unterwegs war. Hinter dem Transporter fuhr eine 57 Jahre alte Frau mit einem Golf.

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Durch den Aufprall drehte sich der Transporter nach bisherigen Erkenntnissen vermutlich um 180 Grad und stieß mit dem hinter ihm fahrenden Golf zusammen. Wodurch der Golf auf der rechten Seite am Scheinwerfer beschädigt wurde. Anschließend wurde der Transporter über die Leitplanke geschleudert, überschlug sich mehrfach und blieb auf dem tiefer gelegenen Rad- und Fußweg liegen.

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Ersthelfer alarmierten sofort den Rettungsdienst. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Satrup, Bistoft-Mühlenbrück, Hürup-Weseby, Estrup-Kollerup und Großsolt. Zudem wurden fünf Rettungsfahrzeuge, ein Krankentransportwagen, zwei Notärzte sowie der Rettungshubschrauber „Christoph 42“ aus Rendsburg entsandt.

Vor Ort befreiten die Einsatzkräfte die Fahrerin des Golf und den Fahrer des Transporters aus ihren Fahrzeugen. Da zunächst nicht sicher war, ob sich weitere Personen in dem Transporter befanden, öffnete die Feuerwehr mit schwerem Gerät die Fahrzeugseite, um in das Innere sehen zu können. Dabei stellte sich heraus, dass sich keine weiteren Personen in dem Fahrzeug befanden.

Der 71-jährige Fahrer des Mercedes erlitt massive innere Verletzungen. Nach ersten Erkenntnissen war er zunächst noch ansprechbar, verlor im Verlauf der Rettungsarbeiten jedoch das Bewusstsein. Daraufhin entschlossen sich die Einsatzkräfte zu einer Crash-Rettung. Um den Mann schnellstmöglich aus dem Fahrzeug zu befreien, trennte die Feuerwehr das Dach des Mercedes ab. Anschließend wurde der 71-Jährige aus dem Wagen gerettet und noch an der Unfallstelle reanimiert, starb jedoch trotz aller Bemühungen vor Ort.

Eine Sprecherin der Leitstelle erklärte auf Nachfrage: "Der 34 Jahre alte Fahrer des Transporters wurde schwer verletzt, schwebte nach bisherigen Erkenntnissen jedoch nicht in Lebensgefahr. Er kam mit einem Rettungswagen nach Flensburg und wurde dort auf einer Intensivstation behandelt. Die 57-jährige Fahrerin des Golf erlitt leichte Verletzungen und einen Schock. Sie wurde in ein Krankenhaus nach Schleswig gebracht."

Die nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge mussten nach dem Unfall abgeschleppt werden. Eine besondere Herausforderung war der auf der Seite liegende Transporter. Dieser wurde von der Straße aus wieder auf die Räder gestellt. Anschließend fuhr ein Abschleppwagen rückwärts über den Radweg und lud das Fahrzeug auf. Wegen der großen Menge ausgelaufener Betriebsstoffe musste die Fahrbahn zudem von einer Reinigungsfirma gründlich gesäubert werden.

Da zunächst keine Papiere des verstorbenen Mannes gefunden wurden, führte die Polizei eine Halterabfrage durch. Das Fahrzeug ist in Nordfriesland zugelassen. Ob Halter und Fahrer identisch sind, musste zunächst noch geklärt werden. Eine Polizeisprecherin teilte Förde.news mit, dass der verstorbene Mann aus Nordfriesland stammte.

Ein Gutachter nahm die Unfallstelle auf, um den genauen Hergang später rekonstruieren zu können. Die Ermittlungen dauern an. Die L193 blieb zunächst wegen der Reinigungsarbeiten gesperrt und wird voraussichtlich noch länger gesperrt bleiben.