Flensburg – Am Montagnachmittag hat die Polizei auf dem Großparkplatz Exe in Flensburg eine umfangreiche Verkehrskontrolle durchgeführt. Überprüft wurden sowohl Autofahrer als auch Nutzer von E-Rollern. Die Maßnahme begann gegen 15 Uhr und dauerte bis etwa 21.30 Uhr.
Nach Angaben von Lars Woldt, Pressesprecher der Polizeidirektion Flensburg, wurden rund 250 Fahrzeuge kontrolliert. „Dabei wurden acht Verwarnungen ausgesprochen und acht Anzeigen gefertigt“, so Woldt. Unter den Anzeigen befanden sich mehrere Verfahren wegen Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln sowie wegen Alkoholfahrten. Insgesamt wurden fünf Blutproben angeordnet, zudem stellten die Beamten Verstöße wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis fest. Fahrzeuge, deren Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen, durften nicht weitergeführt werden und mussten vor Ort abgestellt werden.
Rund 20 Einsatzkräfte waren an der Kontrolle beteiligt, wie Einsatzleiter und Polizeikommissar Christoph Hansen vom 1. Polizeirevier Flensburg erläuterte. „Die Fahrzeuge und ihre Fahrer wurden unter anderem auf ihre Fahrtauglichkeit überprüft“, sagte Hansen. Wichtig sei ihm hervorzuheben, dass die Auswahl der kontrollierten Fahrzeuge nicht nach äußeren Klischees erfolgt sei. Die Beamtinnen und Beamten standen unter anderem an der Kathrienenstraße und wenige Meter weiter an der Nikolaiallee und winkten stichprobenartig einzelne Fahrzeuge zum Großparkplatz Exe heraus. Hansen war nach eigenen Angaben bereits seit Mitte Januar mit der Planung der Verkehrskontrolle befasst.
Durchgeführt wurde der Einsatz vom Polizei-Autobahnrevier Schleswig in Zusammenarbeit mit dem 1. Polizeirevier Flensburg, teilweise unterstützt vom 2. Revier. Der Kreisfeuerwehrverband aus Schleswig war mit Beleuchtungstechnik vor Ort, um die Kontrollstelle in den Abendstunden auszuleuchten.
Als besonderes Vorkommnis wertet die Polizei den Fall eines Fahrzeugführers, der sich zunächst der Kontrolle entzog. Der Mann war herausgewunken worden, setzte seine Fahrt jedoch einfach fort. Später wurde er erneut fahrend angetroffen und schließlich kontrolliert; gegen ihn wurden entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
Hansen begründete die Kontrolle mit dem Ziel, die Zusammenarbeit der verschiedenen Dienststellen zu stärken und zugleich die Verkehrssicherheit in Flensburg zu erhöhen. Man müsse derartige Maßnahmen „einfach auch wieder durchgeführt haben“, um Präsenz zu zeigen und Gefahren im Straßenverkehr frühzeitig zu begegnen, so der Einsatzleiter.