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Unfall auf der B201: Sieben Menschen verletzt
| von Nico Hessel
Schleswig – Ein schwerer Auffahrunfall hat am Samstagmittag für eine Vollsperrung der B201 gesorgt. Sieben Personen wurden verletzt, darunter zwei Kinder. Während der Rettungsmaßnahmen mussten Einsatzkräfte zudem zu einem dringenden medizinischen Notfall abrücken.
Samstagmittag kam es gegen 11.45 Uhr auf der B201 bei Schleswig zu einem schweren Verkehrsunfall, der einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst auslöste. Zwischen den Abfahrten Schleswig-Ratsteich und Flensburger Straße krachten in Fahrtrichtung Schuby drei Fahrzeuge ineinander. Insgesamt wurden bei dem Auffahrunfall sieben Personen verletzt, darunter auch zwei Kinder. Die vielbefahrene Bundesstraße musste für den Verkehr zeitweise komplett gesperrt werden.
Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um einen Auffahrunfall, der sich aus bislang ungeklärter Ursache kurz hinter der Abfahrt Ratsteich ereignete. An der Kollision waren drei Fahrzeuge beteiligt: ein mit einer Familie (Mann, Frau, zwei Kinder) besetzter Skoda Octavia Kombi, ein von einem männlichen Autofahrer gesteuerter Ford Focus sowie ein Opel Insignia, in dem ein Mann und eine Frau saßen. Der Ford Focus touchierte zunächst das Heck des vorausfahrenden Skoda. Kurz darauf krachte der nachfolgende Opel Insignia mit großer Wucht in das Heck des Ford. Trotz der erheblichen Schäden an den Fahrzeugen wurde glücklicherweise niemand in den Fahrzeugen eingeklemmt.
Aufgrund der hohen Anzahl an möglicherweise verletzten Personen alarmierte die Leitstelle ein Großaufgebot an Rettungsmitteln. Neben mehreren Rettungswagen kam auch der Rettungshubschrauber Christoph Europa 42 zum Einsatz. Dieser diente als schneller Zubringer für einen Notarzt. Der Pilot landete die Maschine auf einem Betriebsgelände direkt an der Bundesstraße. Die vier Insassen des Skoda kamen mit dem Schrecken und leichten Blessuren davon. Sie wurden vor Ort ambulant behandelt und konnten ihre Fahrt nach der Unfallaufnahme fortsetzen. Die drei Insassen der anderen beiden Fahrzeuge erlitten leichte Verletzungen und wurden zur weiteren Behandlung in die Notaufnahme der Schleswiger Helios-Klinik transportiert.
Die Feuerwehr Schleswig sicherte die Unfallstelle im ersten Schritt ab und klemmte die Fahrzeugbatterien ab, um Brandgefahren zu minimieren. Während der laufenden Arbeiten auf der Bundesstraße kam es jedoch zu einem weiteren Einsatz aufgrund eines medizinischen Notfalls im Stadtgebiet. Da der Rettungsdienst dringend Unterstützung benötigte, musste die Drehleiter der Feuerwehr Schleswig von der B201 abrücken.
Die drei verunfallten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten durch Abschleppunternehmen von der Bundesstraße entfernt werden. Die B201 blieb für die Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie für die Unfallaufnahme in Fahrtrichtung Schuby bis etwa 13.30 Uhr voll gesperrt. Es kam durch die Sperrung und die Umleitung des Verkehrs zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen im Raum Schleswig.