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Verfolgungsfahrt über deutsch-dänische Grenze endet mit tödlichem Unfall auf der A7

 |  von Thomsen / Foerde.news

Bereits in Dänemark soll der Mann Suizid angekündigt haben - Fotos: Thomsen

Tarp – Ein 46-jähriger Mann ist am Dienstagabend bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A7 in Höhe des Jalmer Moor Parkplatzes in Fahrtrichtung Süden ums Leben gekommen. Dem Unfall war nach ersten Erkenntnissen der Polizei eine grenzüberschreitende Verfolgungsfahrt aus Dänemark vorausgegangen. Die 42-jährige Ehefrau des Mannes und die 11-jährige Tochter wurden verletzt in das Förderklinikum Flensburg gebracht.

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Nach Angaben der Polizei hatte der 46-Jährige in Dänemark einen Suizid angekündigt. Die dänischen Einsatzkräfte suchten daraufhin nach dem Mann und fanden ihn gegen 21.26 Uhr in Kliplev in seinem Seat Tarraco, in dem sich auch seine Frau und seine Tochter befanden. Auf Anhaltesignale der Polizei reagierte der Fahrer jedoch nicht und setzte seine Fahrt über die E45 in Richtung deutsche Grenze und weiter auf die A7 fort. Nach ersten Erkenntnissen soll er dabei mit weit über 200 Stundenkilometern unterwegs gewesen sein.

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Gegen 21.30 Uhr unterstützten deutsche Einsatzkräfte die dänische Polizei. Beim Grenzübertritt wurden die Landespolizei Schleswig-Holstein, die Bundespolizei sowie mehrere Zivilfahrzeuge alarmiert. Gemeinsam versuchten die Einsatzkräfte, den Wagen zu stoppen. Dies gelang jedoch nicht. Nach Polizeiangaben konnten die Fahrzeuge wegen der hohen Geschwindigkeit nicht zu dem Seat aufschließen.

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Rund 250 Meter vor dem Jalmer Moor Parkplatz beobachteten die Einsatzkräfte schließlich den Unfall. Der Seat prallte in das Heck eines vorausfahrenden Lastwagens, der nach ersten Erkenntnissen mit etwa 80 Stundenkilometern unterwegs war. Anschließend geriet der Wagen ins Schleudern, überschlug sich vermutlich mehrfach und kam neben der Autobahn im Graben beziehungsweise auf dem Seitenstreifen zum Stehen.

Ersthelfer alarmierten die Freiwilligen Feuerwehren Tarp und Oeversee-Frörup sowie den Rettungsdienst. Die Einsatzkräfte befreiten die 42-jährige Frau und das 11-jährige Kind lebend, jedoch schwer verletzt, aus dem Fahrzeug. Um Mutter und Tochter aus dem Wagen zu retten, entfernte die Feuerwehr mit schwerem Gerät die Beifahrerseite des Fahrzeugs. Die Frau wurde mit dem ebenfalls alarmierten Rettungshubschrauber Christoph 42 in das Förderklinikum Flensburg geflogen. Die Tochter wurde bodengebunden mit einem Rettungswagen ebenfalls dorthin gebracht. Der 46-Jährige Mann und Vater konnte nur noch tot aus dem Fahrzeug geborgen werden.

Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt. Sein Fahrzeug wurde am Heck sowie an den Reifen erheblich beschädigt, konnte jedoch noch auf den Jalmer Moor Parkplatz gefahren und dort abgestellt werden. Nach ersten Erkenntnissen war der Kühlauflieger mit Muscheln beladen.

Das Trümmerfeld erstreckte sich nach ersten Schätzungen über etwa 100 Meter. Die Polizei sperrte die Autobahn ab der Abfahrt beziehungsweise Auffahrt Tarp in Fahrtrichtung Süden. Aufgrund der Sperrung konnten Pkw die Autobahn in Gegenrichtung bis zur nächsten Anschlussstelle Tarp verlassen. Lastwagen mussten warten, bis die Autobahn wieder freigegeben wurde.

Neben Christoph 42 von der DRF war auch der Rettungshubschrauber Northern Helicopter „NHC01“ aus St. Peter-Ording alarmiert worden. Dieser konnte jedoch nach der ersten Lagemeldung wieder abbestellt werden, da sich die zunächst gemeldete Zahl von mindestens fünf verletzten Personen vor Ort nicht bestätigte. Im Einsatz waren außerdem zwei bodengebundene Notärzte, der Notarzt des Rettungshubschraubers, ein Krankenwagen sowie fünf Rettungswagen.

Nach Angaben der Leitstelle Nord sollte die Unfallstelle nach der Reinigung durch die Autobahnmeisterei gegen 1 Uhr wieder befahrbar sein. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.