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VW Golf schleudert ins Unterholz: Alle vier Insassen verletzt

 |  von Nico Hessel

Trotz des heftigen Abflugs hatten die vier Insassen offenbar einen enormen Schutzengel und kamen mit einem Schrecken sowie leichten Blessuren davon - Fotos: Nico Hessel

Schuby – An der Autobahnzufahrt zur A7 (B201) bei Schuby hat sich in der Nacht zum Mittwoch ein außergewöhnlicher Verkehrsunfall ereignet. Ein 19-jähriger Autofahrer verfehlte mit seinem VW Golf GTI, in dem sich noch drei weitere Mitfahrer befanden, die korrekte Fahrspur im Kreisverkehr in Fahrtrichtung Flensburg, hob ab und stürzte tief in ein anliegendes Waldstück. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der junge Mann aus Schleswig kommend in Richtung Schuby unterwegs. Die Beamten gehen derzeit davon aus, dass der Unfall auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen ist. Eine Alkoholisierung lag beim Fahrer nachweislich nicht vor. Beim Einfahren in den Kreisverkehr verlor der 19-Jährige die Kontrolle über den Wagen, geriet auf den Grünstreifen des Kreisels und setzte an der erhöhten Kante des weißen Randsteins auf. Dieser wirkte regelrecht als Sprungschanze: Das Fahrzeug katapultierte sich über die Leitplanke und stürzte eine etwa zehn Meter tiefe Böschung in unwegsames Gelände hinab. Auf dem Weg in die Tiefe fällte das Auto zudem einen kleinen Baum, bevor es im Gestrüpp zum Stehen kam.

Trotz des heftigen Abflugs hatten die vier Insassen offenbar einen enormen Schutzengel und kamen mit einem Schrecken sowie leichten Blessuren davon. Zwar wurden zunächst Verunfallte vom Rettungsdienst unter Inanspruchnahme von Sonderrechten ins Krankenhaus gebracht, doch es gab rasch Entwarnung. Die Mutter eines der jungen Männer, die ebenfalls am Unfallort eingetroffen war, konnte die Klinikpatienten kurz darauf bereits wieder abholen. Ein stationärer Aufenthalt war für niemanden notwendig.

Die Bergung des verunfallten GTI gestaltete sich aufgrund der unwegsamen Gegebenheiten vor Ort als besondere Herausforderung. Die Unfallstelle lag am Ende einer steilen Böschung in dichtem, mit Brennnesseln durchsetztem Unterholz. Durch den harten Aufprall hatte sich der PKW zudem die Ölwanne aufgeschlagen. Das auslaufende Öl vermischte sich mit dem Regenwasser, was das abschüssige Gelände extrem rutschig machte. Ein angefordertes Abschleppunternehmen musste den schwer beschädigten Wagen schließlich aufwendig mit einem Kran aus der Tiefe hieven.

Die Freiwillige Feuerwehr war schnell am Einsatzort, leuchtete die Unfallstelle aus und klemmte die Batterie des Wagens ab, um die Brandgefahr zu bannen. Anschließend konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken. Während der Unfallaufnahme, der Reinigungsarbeiten und der Bergung musste der Kreisverkehr halbseitig gesperrt werden. Der Verkehr wurde im Wechsel über die verbliebene Fahrspur der jeweils anderen Kreisverkehrsseite an der Unfallstelle vorbeigeführt. Die Ermittlungen der Polizei zum genauen Unfallhergang dauern an.

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