Wieder Feuer in Flensburger Entsorgungsbetrieb

 |  von Thomsen / Foerde.news

Rund 70 Einsatzkräfte sind vor Ort - Fotos: Thomsen

Flensburg – Innerhalb von nur neun Tagen hat es in einem Flensburger Entsorgungsbetrieb erneut einen Großbrand gegeben. Am Mittwochmorgen brach auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums an der Eckernförder Landstraße am östlichen Stadtrand ein Feuer in einer Lagerhalle aus. Nach bisherigem Stand wurde niemand verletzt.

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Die Berufsfeuerwehr wurde gegen 7.30 Uhr durch die automatische Brandmeldeanlage alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte kurze Zeit später eintrafen, war bereits eine starke Rauchentwicklung aus der Halle zu sehen.

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Nach ersten Informationen lagern in dem Gebäude größere Mengen Sperrmüll. Diese gerieten aus bislang ungeklärter Ursache in Brand. In der Halle ist eine Sprinkleranlage eingebaut, erklärte die Betriebsleiterin Nadja Dörling vom TBZ. Diese verfügt über einen Vorratstank mit mehr als 535.000 Litern Wasser. Dieser wurde vollständig aufgebraucht, sodass das Feuer zwar eingedämmt, jedoch nicht vollständig gelöscht werden konnte.

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Aufgrund der Größe des Brandes und der vermutlich noch längeren Einsatzdauer wurden mehrere Freiwillige Feuerwehren aus dem Flensburger Stadtgebiet zur Einsatzstelle alarmiert. Darunter waren die Wehren aus Jürgensby, Tarup, Engelsby, der Innenstadt und Weiche. Weil die Halle vollständig verraucht war, konnte der Brandherd zunächst nur schwer lokalisiert werden. Auch die automatische Löschanlage brachte das Feuer offenbar nicht unter Kontrolle, sondern konnte es lediglich begrenzen.

Während des Einsatzes standen Mitarbeiter vor den Toren des Betriebsgeländes. Anfahrende Lastwagen, die auf das Gelände wollten, wurden abgewiesen.

Daraufhin wurde der Einsatz ausgeweitet. „Wir haben daher das Alarmstichwort noch einmal erhöht und weitere Freiwillige Feuerwehren alarmiert“, sagte Einsatzleiter Carsten Herzog von der Berufsfeuerwehr Flensburg.

Der Rauch breitete sich in mehrere Richtungen aus, unter anderem über Flensburg sowie in Richtung Freienwill und Munkwolstrup. Über die Warn-App Nina wurden Anwohner vor der Rauchwolke gewarnt. Sie wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Bereits am 18. Mai hatte es in einem Entsorgungsbetrieb in der Lilienthalstraße gebrannt. Damals hatte ein brennender Berg aus Elektroschrott eine weithin sichtbare Rauchwolke verursacht. Was das aktuelle Feuer ausgelöst hat, ist weiterhin unklar.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich auf der Rückseite des Gebäudes lediglich ein kleiner Eingang befindet, durch den sich die Atemschutzträger ihren Weg bahnen müssen. Um die Sicht in der Halle zu verbessern, wird der Rauch mit einem Drucklüfter ins Freie gedrückt. Wegen der langen Einsatzdauer wurde zwischenzeitlich auch das DRK, Kreisverband Flensburg-Stadt e. V., alarmiert, um die Einsatzkräfte zu versorgen.


Extra aus Kiel reiste ein spezielles Fahrzeug an - Foto: Jasper Hentschel
Wie Zugführer Tobi Goos von der Berufsfeuerwehr erklärte, wurde schließlich ein Lüfter der Firma TKMS aus Kiel organisiert, nachdem die herkömmlichen Geräte der Berufsfeuerwehr wegen der verwinkelten Halle nicht den gewünschten Erfolg brachten. Nach rund 30 Minuten war die Halle so weit entraucht, dass ein Radlader mit Überdruckkabine hineinfahren konnte, um die Brandlast ins Freie zu bringen. Dort wurde sie abgelöscht.

Gegen 16 Uhr konnte dann „Feuer aus“ gemeldet werden. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte vor Ort.