Wohnungsbrand in Notunterkunft für Obdachlose
| von Jasper Hentschel
Hasselberg – Am 1. Weihnachtstag ist in einer Notunterkunft für Obdachlose in Hasselberg eine Wohnung in Brand geraten. Sieben Bewohner waren von dem Feuer betroffen; eine Person musste von der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet und mit dem Verdacht auf eine schwere Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Die übrigen konnten sich noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte eigenständig in Sicherheit bringen und wurden vor Ort betreut.
Gegen 8.45 Uhr ging der Notruf ein, dass in der Notunterkunft in Hasselberg eine Wohnung brennen solle. Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte den Brand bestätigen, die Rauchentwicklung war aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen.
Erschwert wurde der Einsatz durch die Lage der Unterkunft in einer Sackgasse. Die Wasserversorgung musste über rund 400 Meter von einem Hydranten aus aufgebaut werden. Zur weiteren Versorgung der Löschfahrzeuge wurde zusätzlich eine Schlauchleitung quer über einen mehr als 200 Meter entfernten Campingplatz verlegt.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Hasselberg, Kronsgaard, Maasholm und Rabel sowie Kräfte der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ). Zur Versorgung der rund 60 Einsatzkräfte wurden zudem das Deutsche Rote Kreuz Kappeln, zwei Rettungswagen und ein Notarzt alarmiert.
Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer in einer Wohnung aus, die mit Holz beheizt wird. Die Flammen breiteten sich schnell aus und griffen auf das Dach über. Da sich das Feuer in Richtung des linken Wohnblocks ausbreitete, konzentrierten sich die Einsatzkräfte darauf, den rechten Wohnflügel zu retten. Der vom Feuer betroffene Bereich konnte nach Angaben der Feuerwehr nicht mehr gehalten werden. Im Verlauf des Einsatzes mussten sowohl das Dach als auch die Fassade geöffnet werden, um an die Brandherde zu gelangen.
Die sieben betroffenen Personen aus der Notunterkunft wurden zunächst vor Ort versorgt. Von Vorteil war dabei, dass einer der Einsatzkräfte aus Hasselberg einen Gastronomiebetrieb hat und die Betroffenen mit Getränken versorgen konnte. Ein Mieter musste von der Feuerwehr aus dem brennenden Haus gerettet werden, die anderen Bewohner hatten das Gebäude zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen. Der verletzte Mann wurde ins Krankenhaus nach Flensburg gebracht.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes soll noch schweres Gerät zum Einsatz kommen, um auch die letzten Glutnester abzulöschen. Warum das Feuer ausbrach, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat noch während des laufenden Einsatzes die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.