„Grand Theft Auto VI“ kommt später –Release im November 2026
| von Thomsen / Foerde.news
Digital – Die Vorfreude war groß, nun heißt es für Fans erneut: Bitte warten. Rockstar Games hat die Veröffentlichung des kommenden Spiele-Blockbusters „Grand Theft Auto VI“ verschoben – und das bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr.
In einem Beitrag auf der sozialen Plattform X (ehemals Twitter) kündigte das Studio an, dass der neue Erscheinungstermin der 19. November 2026 sein wird. Damit verschiebt sich der Release um ein weiteres halbes Jahr nach hinten.
Das Unternehmen schrieb in dem englischsprachigen Beitrag:
„Hi everyone, Grand Theft Auto VI will now release on Thursday, November 19, 2026. We are sorry for adding additional time to what we realize has been a long wait, but these extra months will allow us to finish the game with the level of polish you have come to expect and deserve.“
Übersetzt heißt das sinngemäß:
„Hallo zusammen, Grand Theft Auto VI wird nun am Donnerstag, dem 19. November 2026 erscheinen. Es tut uns leid, die ohnehin lange Wartezeit nochmals zu verlängern. Aber die zusätzlichen Monate geben uns die Möglichkeit, das Spiel mit dem Qualitätsniveau fertigzustellen, das ihr von uns erwartet – und verdient.“
Der Titel gilt als einer der meist erwarteten Spieletitel der kommenden Jahre und könnte laut Branchenanalysten Rekordumsätze erzielen. Ursprünglich war die Markteinführung für Ende 2025 geplant. Bereits im Frühjahr hatte Rockstar den Termin auf Mai 2026 verlegt – nun folgt eine weitere Verzögerung.
Kritik nach Massenentlassungen – Vorwürfe der Gewerkschaftsbehinderung
Die Ankündigung fällt in eine Phase interner Turbulenzen bei Rockstar Games. Wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, wurden kürzlich rund 30 bis 40 Mitarbeiter in den Studios in Kanada und Großbritannien entlassen. Hintergrund soll die Weitergabe vertraulicher Informationen in einem Online-Forum gewesen sein.
Ein Unternehmenssprecher bestätigte die Maßnahmen und erklärte: „Vergangene Woche haben wir gegen eine kleine Gruppe von Personen Maßnahmen ergriffen, weil sie sensible Informationen öffentlich geteilt und diskutiert haben.“ Dies verstoße gegen interne Richtlinien.
Doch nicht alle glauben an diesen offiziellen Grund. Die „Independent Workers’ Union of Great Britain“, eine Gewerkschaft für Videospielentwickler, erhebt schwere Vorwürfe: Alle betroffenen Beschäftigten seien aktiv in gewerkschaftlicher Organisation gewesen. Die Entlassungen seien daher ein „offensichtlicher und skrupelloser Angriff auf gewerkschaftliche Aktivitäten“ – einer der gravierendsten Fälle dieser Art in der Geschichte der Branche.
Rockstar weist diesen Vorwurf entschieden zurück. „Die Maßnahmen stehen in keinerlei Zusammenhang mit dem Recht auf gewerkschaftliches Engagement“, so ein Sprecher gegenüber Bloomberg.
Rückkehrpflicht und Datenskandale sorgen für zusätzlichen Druck
Bereits seit Anfang 2024 fordert Rockstar seine Belegschaft auf, wieder vollständig in Präsenz zu arbeiten. Als Begründung nannte das Unternehmen Sicherheitsbedenken – insbesondere nach einem massiven Datenleck im Jahr 2022, bei dem zahlreiche unfertige Spielszenen aus „GTA VI“ ins Netz gelangt waren. Auch diese Entscheidung hatte für Kritik seitens der Gewerkschaft gesorgt.
Die jüngsten Entwicklungen werfen kein gutes Licht auf die Produktionsbedingungen hinter einem der ambitioniertesten Spieleprojekte der Gegenwart. Ob der neue Veröffentlichungstermin nun tatsächlich Bestand hat, bleibt abzuwarten.
