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4,5 Millionen Euro für Flensburger Campusbad

 |  von Thomsen / Foerde.news

Land fördert Ausbau der Schwimmstätten in Schleswig-Holstein mit insgesamt 25 Millionen Euro – Flensburg gehört zu den sechs ausgewählten Standorten - Archivfoto: Thomsen

Flensburg – Land bewilligt 4,5 Millionen Euro für Flensburg – Stadt, SPD und CDU werten Entscheidung als starkes Signal für Schwimmsport, Schulen und Vereine

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Flensburg/Kiel. Die Stadt Flensburg erhält 4,5 Millionen Euro aus dem Landesprogramm für den Neubau und die Sanierung von Schwimmstätten. Mit dem Geld soll das Campusbad um ein Lehrschwimmbecken und ein Sportbecken erweitert werden. Vorgesehen sind nach Angaben des Landes 557 Quadratmeter zusätzliche Wasserfläche. Die Förderzusage ist Teil eines landesweiten Programms über insgesamt 25 Millionen Euro, mit dem sechs Standorte in Schleswig-Holstein unterstützt werden.

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Die Mittel stammen aus dem Landesanteil des vom Bund geschaffenen Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität. Über die Vergabe entschied eine Jury mit Vertretern des Innenministeriums, der Kommunalen Landesverbände und des Landessportverbandes. Insgesamt lagen 17 Anträge vor.

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In Flensburg ist die Freude über die Entscheidung groß. Oberbürgermeister Fabian Geyer sprach von einer „vollumfänglichen Bewilligung“ des städtischen Antrags. Zugleich erinnerte er an die schnelle und sachorientierte Abstimmung in der Kommunalpolitik, die aus seiner Sicht wesentlich zum Erfolg beigetragen habe. Die Stadt verfolgt die Ausbaupläne für das Campusbad bereits seit längerem. Vorgesehen sind ein Multifunktionsbecken und ein 25-Meter-Becken. Die Umsetzung war bislang zurückgestellt worden, bis eine passende Förderung zur Verfügung stand.

Auch aus der Landespolitik kommt Rückenwind. Die Flensburger Landtagsabgeordnete Uta Wentzel wertete die Förderung als „starkes Signal für Flensburg“. Es sei gelungen, die Jury von dem Projekt und dem Bedarf zusätzlicher Wasserflächen zu überzeugen. Wentzel verwies darauf, dass Flensburg Landesstützpunkt und Nachwuchsstützpunkt für den Schwimmsport ist, insbesondere im Synchronschwimmen. Um diese Funktionen zu sichern und weiterzuentwickeln, brauche der Standort dringend mehr Kapazitäten.

Nach ihren Angaben ist das Campusbad nicht nur für Vereine von Bedeutung, sondern auch für Schulen, Lehrschwimmen, Therapiezwecke und die Europa-Universität Flensburg, an der Sportlehrer ausgebildet werden. Bereits eine Bedarfserhebung aus dem Jahr 2020 habe einen Bedarf von rund 10.000 Stunden pro Jahr an Wasserflächen ergeben. Durch Schließungen anderer Schwimmstätten im Umland habe sich die Lage weiter verschärft.

Aus der CDU wurde der Förderbescheid ebenfalls ausdrücklich begrüßt. Timo Schwendke, Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Sport, sprach von einem „großartigen Signal des Landes“ an die Stadt, den organisierten Sport und die Rheuma-Liga. Nun müsse es darum gehen, zügig in die Umsetzung zu kommen, um die zusätzlichen Bedarfe an Schwimmkapazitäten möglichst schnell decken zu können.

Auch die SPD reklamiert ihren Anteil an dem Erfolg. Der Flensburger Abgeordnete und sportpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kianusch Stender, erklärte, er habe sich in Kiel ausdrücklich dafür eingesetzt, dass Flensburg bei der Verteilung der Mittel berücksichtigt werde. Die 4,5 Millionen Euro seien eine Investition in Kinder, Familien, Schulen, Vereine und die Sicherheit im Wasser. Zugleich betonte Stender, die Förderung sei kein Geschenk, sondern Ergebnis politischer Prioritätensetzung und eines starken Projektantrags aus Flensburg.

Landesweit sprach Innenministerin Magdalena Finke von einem „guten Tag für den Schwimmsport in Schleswig-Holstein“. Mit der Förderung werde die Infrastruktur im Land gezielt gestärkt, auch in Regionen mit hohem Bedarf. Insgesamt sollen durch die geförderten Projekte rund 1570 Quadratmeter neue Schwimmfläche entstehen.

Neben Flensburg werden auch Husum, Laboe, Ratzeburg und Wedel gefördert. Hinzu kommen vier Millionen Euro für die Sanierung des Schwimmbades im Sport- und Bildungszentrum Malente, das wegen seiner besonderen sportpolitischen Bedeutung als Landesleistungszentrum gesondert berücksichtigt wurde.

Nach Angaben der Kommunalen Landesverbände lösen die 25 Millionen Euro an Landesmitteln Investitionen von rund 90 Millionen Euro in den Kommunen aus. Die geförderten Städte und Gemeinden haben bis 2030 Zeit, ihre Vorhaben umzusetzen.