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Algenblüte färbt Flensburger Förde grün

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Flensburg - Ungewohnter Anblick am Morgen am Hafen - Das Wasser der Förde ist plötzlich türkis-grün gefärbt - Fotos: Iwersen

Ungewohnter Anblick am Morgen am Hafen: Das Wasser der Förde hat sich über Nacht plötzlich türkis-grün gefärbt. Schuld ist vermutlich eine Algenblüte.

Dieses Phänomen kommt insbesondere im Herbst regelmäßig vor, wenn durch längeren Regen Kies und andere Nährstoffe von Land in das Hafenbecken gespült werden.

Diese Nährstoffe versorgen dann die im Wasser befindlichen Algen, die zu blühen beginnen.

Diese entziehen dem Wasser jedoch den Sauerstoff, was zu einer Gefahr für Fische und andere Meerestiere werden kann.

Naturschützer bemängeln seit längerem den Muschelfang in dänischen Gewässern der Förde, der auf deutscher Seite bereits verboten ist - denn die Muscheln am Grund gelten als wichtiger Wasserfilter, die sich von den Algen ernähren und so das Wasser klar halten. Erst vor wenigen Wochen hatte ein Trawler für Aufregung gesorgt, weil er die Muschelbänke vor Munkemølle (gegenüber von Holnis) aufgesucht und abgefischt hatte.

Die Grünfärbung des Wassers hat sich mittlerweile auf den Bereich zwischen Hafenspitze und Museumswerft ausgebreitet.

Und auch wenn das Phänomen nicht neu ist, blieben am Vormittag viele Passanten entlang der Kaimauer stehen, schauten verwundert auf das Wasser und kramten ihre Handys hervor, um ein Bild des karibisch aussehenden Wassers zu machen.

Die Färbung lässt meist nach wenigen Tagen wieder nach, wenn windigeres Wetter aufkommt.


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