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Corona: Stadt stellt Sonderfonds für Gesundheitshaus zur Verfügung

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Oberbürgermeisterin Simone Lange - Foto: Thomsen

Pressekonferenz am Dienstag unter anderen Umständen: Im Zeichen von Corona ging es um Corona und die aktuelle Situation im Kampf gegen das tödliche Virus in Flensburg.

Mehr Abstand voneinander wurde durch die Einladung in den Ratssaal gewährleistet, auf Händeschütteln wurde verzichtet, und man durfte selber wählen, ob man dichter oder enger zusammen sitzen wolle.

So begann um 13 Uhr eine Pressekonferenz, die, wie Oberbürgermeisterin Simone Lange sagte, „wohl die vermutlich letzte persönliche Pressekonferenz“ sei, denn auch dieses Format werde sich ändern müssen, wie eigentlich alles in der Fördestadt. „Als Oberbürgermeisterin stelle ich fest, dass sich eine Stadt komplett neu umgestalten muss“, sagte sie. Die Gefahr des Corona-Virus sei in Flensburg real geworden.

Mit Stand von Mittwochmittag gibt es in Flensburg acht bestätigte Corona-Infizierte und 87 Verdachtsfälle.

Das Flensburger Rathaus ist für die Öffentlichkeit derzeit geschlossen, und man arbeite von Zuhause aus im sogenannten Home-Office, sofern es geht, erklärt die Oberbürgermeisterin. Im Nachbarkreis Schleswig-Flensburg gibt es mit Stand von Mittwoch bereits 21 bestätigte Fälle.

Drei Verdachtsfälle sind am Mittwoch im Franziskus-Hospital behandelt worden, zwei bestätigte Fälle seien auf Station, teilte Krankenhaushygieniker Dr. Carsten Staehly mit.

„Der Ältestenrat der Stadt Flensburg hat einen Sonderfonds „Corona“ eingerichtet, in dem 500.000 Euro bereitgestellt werden“, teilt der Kämmerer und Bürgermeister Henning Brüggemann mit. „Damit können wir erst einmal das Notwendigste auf den Weg bringen“, so der Bürgermeister weiter. Mit den Mitteln werden vor allem Aufwendungen zur Sicherstellung der Arbeit des Gesundheitshauses gedeckt.

Oberbürgermeisterin Lange erklärte, dass die bisher verkündeten Einschränkungen bis zum 19. April gelten. Weiter sagte sie: „Ich glaube sagen zu können, dass wir möglicherweise damit rechnen müssen, dass es darüber hinausgeht.“

Ab Donnerstag, dem 19. März 2020 betreibt die  Stadt Flensburg ein Info-Telefon „Nachbarschaftshilfe“. Es ist montags bis freitags in der Zeit von 8.30 Uhr bis 14 Uhr unter der Rufnummer 0461- 85 2407 erreichbar und richtet sich an Menschen, die Hilfe benötigen oder an jene, die ihre Unterstützung anbieten wollen. Auch das Thema Pflege und andere Engpässe können dort adressiert werden.


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