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Deutsch-dänische Zusammenarbeit nimmt Fahrt auf:

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Unterzeichnung einer gemeinsamen Ministererklärung mit Handlungsplan

FLENSBURG. Ministerpräsident Torsten Albig und der dänische Steuerminister Benny Engelbrecht haben heute (24. April) im Beisein von Europaministerin Anke Spoorendonk in Flensburg die "Gemeinsame Ministererklärung zu Wachstum und Wirtschaftsentwicklung im deutsch-dänischen Grenzland" unterzeichnet. "Wir wollen, dass unsere Arbeitsmärkte zusammenwachsen. Wir wollen einen möglichst einfachen Zugang nach Dänemark und nach Schleswig-Holstein. Deshalb denken wir die Bedarfe auf beiden Seiten der Grenze zusammen und ziehen daraus die richtigen Schlüsse", sagte Ministerpräsident Torsten Albig.  Foto: dänischer Steuerminister Benny Engelbrecht, Ministerpräsident Torsten Albig undEuropaministerin Anke Spoorendong  ( v.l.n,r.)

Engelbrecht betonte, der Wunsch, die deutsch-dänische Zusammenarbeit zu intensivieren, bestehe bei beiden Regierungen seit vielen Jahren. Die heutige Erklärung sei ein klarer Ausdruck dafür, dass man sowohl in Kiel als auch in Kopenhagen all die guten lokalen und regionalen Initiativen unterstütze. "Mit dem Handlungsplan liegt jetzt eine Reihe von Initiativen vor, die das Leben und Arbeiten über die Landesgrenzen hinweg erleichtern sollen. Aber damit ist noch längst nicht alles geschafft! Wir werden unseren Dialog fortsetzen und uns 2016 erneut zusammensetzen, um die Effekte und den Nutzen unserer Maßnahmen zu evaluieren. Dann wollen wir auch neue Bereiche für gemeinsame Initiativen identifizieren", so der dänische Steuerminister. 

Der Handlungsplan beinhaltet elf konkrete Lösungsansätze für Herausforderungen, die von Bürgern, Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen anlässlich der Ministerkonferenz am 16.Februar 2015 in Sønderborg benannt worden waren: 

- Gemeinsamer Pendlerinformationsdienst in beiden Grenzregionen

- Beratung zu steuerlichen Fragen durch das Infocenter in Padborg und eine Hotline

- Beschleunigte Bearbeitung von Anträgen auf eine Steuernummer und Steuerkarte

- Steuerformulare in deutscher und dänischer Sprache

- Förderung lokaler Beschäftigung und Anwerbung hochqualifizierter Arbeitskräfte für die Arbeiten an der festen Fehmarnbeltquerung

- Vereinfachung der Aufnahme eines Ausbildungspraktikums in Schleswig-Holstein

- Gemeinsames Berufsausbildungsforum

- Zusammenarbeit in der Hochschulausbildung zur Fachkräftesicherung

- Erleichterung der deutschen Vorschriften für die Polizei-Begleitung von Großraum- und Schwerlasttransporten

- Ladestationen für Elektrofahrzeuge entlang der Jütland- und Fehmarnbeltroute

- Engere Zusammenarbeit der Nahverkehrsunternehmen in Sønderjylland und Schleswig 

Ein Ziel des Handlungsplans ist die Erleichterung der Arbeitsaufnahme sowie der Arbeitskräftegewinnung auf beiden Seiten der Grenze. Dazu soll die Beratung bei Grenzpendlerfragen verbessert werden. Außerdem sollen die Unternehmen auf dänischer Seite bei der Gewinnung von lokalen Arbeitskräften im Zuge des Baus der Fehmarnbeltquerung unterstützt werden. Weiterhin sieht der Handlungsplan eine enge Zusammenarbeit bei den Berufsausbildungen vor. Es sollen Möglichkeiten geschaffen werden, eine Ausbildung auf der jeweils anderen Seite der Grenze absolvieren zu können. Damit soll einerseits jungen Menschen der Zugang zu einer abgeschlossenen Berufsausbildung gesichert werden und andererseits gewährleistet werden, dass die Unternehmen ausreichend ausgebildete Arbeitskräfte finden. 

Die zuständige Ministerin für die Zusammenarbeit mit Dänemark, Europaministerin Anke Spoorendonk machte deutlich: "Schleswig-Holstein ist ein Teil des europäischen Nordens. Das muss sich deutlicher im Denken und Handeln in Politik, Wirtschaft und Alltag durchsetzen. Hier im Grenzland sind Wissen und Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Dänemark am größten. Dies müssen wir stärker zum Vorteil für beide Länder nutzbringend einsetzen. Indem wir heute beispielsweise jungen Dänen ein Ausbildungspraktikum auf schleswig-holsteinischer Seite ermöglichen. Damit schaffen wir die Grundlagen, um morgen einen deutsch-dänischen Arbeitsmarkt aufbauen zu können." 

Sowohl auf dänischer als auch auf deutscher Seite sind bereits wesentliche Schritte zur Stärkung der Infrastruktur unternommen worden, beispielsweise mit der Entscheidung, die feste Fehmarnbeltverbindung sowie eine neue Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal zu bauen. Nun sollen weitere Maßnahmen in Transport und Logistik folgen, die den täglichen Verkehr, unabhängig davon, ob es sich um Gütertransport oder das tägliche Pendeln von und zur Arbeit handelt, erleichtern. 

"Die Gemeinsame Ministererklärung ist eine Premiere - und der nächste Schritt aufeinander zu. Ich bin sehr erfreut, dass die deutsch-dänische Zusammenarbeit in jüngster Zeit spürbar Fahrt aufgenommen hat", sagte Ministerpräsident Torsten Albig.

Foto: Europaministerin Anke Spoorendong ,dänischer Steuerminister Benny Engelbrecht,  und Ministerpräsident Torsten Albig ( v.l.n.r.)


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