E-Scooter, Stühle, WCs: Mission Förde säubert Meeresboden vor Sonwik
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Am Sonntag haben rund 40 Helferinnen und Helfer des Vereins „Mission Förde“ den Meeresboden der Flensburger Förde vor Sonwik von achtlos entsorgtem Müll befreit. Unter ihnen befanden sich 17 Taucher, die im Wasser nach Abfällen suchten, während weitere Unterstützende die Funde an Land entgegennahmen und sortierten. Unterstützt wurden sie dabei erneut ehrenamtlich von Einsatzkräften von SeaHelp, dem Pannendienst auf dem Wasser.
Statt Fischen, Muscheln und Schlick förderten die Taucher zahlreiche Gegenstände zutage, die in der Förde nichts zu suchen haben. Unter den Fundstücken befanden sich unter anderem ein E-Scooter, Skateboards, verschiedene Sitzmöbel umliegender Restaurants und Cafés, ein Solarpanel, Absperrhütchen, ein kleiner Außenborder sowie mehrere WC-Elemente.
Bereits in den vergangenen Jahren hatten Taucherinnen und Taucher im Rahmen von „CleanUp“-Aktionen im Flensburger Hafen große Mengen Unrat aus dem Wasser geholt. Schon damals gehörten E-Scooter, Fahrräder, Autoreifen und weitere sperrige Gegenstände zu den Funden. Die erneute Reinigungsaktion macht deutlich, dass die Vermüllung der Flensburger Förde weiterhin ein ernstzunehmendes Problem darstellt.
Regelmäßige Einsätze wie der des Vereins „Mission Förde“ gelten daher als wichtiger Beitrag zum Schutz des empfindlichen Ökosystems in der Förde und als deutliches Signal für einen bewussteren Umgang mit der Umwelt.
Für das leibliche Wohl der Helferinnen und Helfer sorgte das nahegelegene Restaurant „James“. Es gab eine vegetarische Kartoffelsuppe, und für diejenigen, die es herzhafter mochten, zusätzlich Würstchen. Dazu wurde wärmender Kaffee ausgeschenkt – eine Wohltat bei Temperaturen um die fünf Grad.
„Die Aktion war ursprünglich bereits für den 25. Oktober 2025 geplant“, erläuterte der Vorsitzende von Mission Förde e. V., Lauritz Graf Bülow von Dennewitz. „Aufgrund eines angekündigten Sturms mussten wir sie jedoch verschieben.“ Umso größer war die Freude im Verein, dass die Müllsammelaktion nun sicher durchgeführt werden konnte.
