Ein Vermächtnis der Liebe: Wie ein verstorbener Husumer Kaufmann seit über 43 Jahren bis heute Witwen beisteht
| von Thomsen / Foerde.news
Husum – Wenn ein Mensch geht, bleiben oft nur Erinnerungen zurück. Doch manchmal bleibt mehr – eine Tat, die still über Jahrzehnte hinweg weiterwirkt. So ist es mit dem Husumer Kaufmann und Rentner Paul Thomas Petersen, der im April 1982 verstarb und dessen Menschlichkeit bis heute viele Herzen berührt.
In seinem letzten Willen verfügte Petersen, sein gesamtes Vermögen in eine Stiftung zu überführen. Sie sollte unabhängig, dauerhaft und ohne großes Aufsehen wirken – ganz in seinem Sinne. Die Stiftung, die alleinige Erbin seines Nachlasses ist, wird bis heute selbständig von einem Vorstand mit Vertretern der Stadt Husum sowie zwei Richtern des Amtsgerichtes Husum geführt.
Der Zweck dieser Stiftung ist ebenso schlicht wie tief bewegend: Jedes Jahr sollen bedürftige Witwen aus Husum ein Geldgeschenk erhalten. Eine Geste, die weit mehr bedeutet als einen Betrag auf dem Konto – es ist ein Zeichen stiller Solidarität mit Frauen, die einen geliebten Menschen verloren haben und oft auch finanziell vor großen Herausforderungen stehen.
Auch in diesem Jahr wurde diese leise Form der Nächstenliebe fortgeführt. 16 Husumer Frauen durften sich über eine Zuwendung freuen. Am 16. Dezember fand die persönliche Übergabe statt. Für viele von ihnen war es nicht nur eine spürbare finanzielle Entlastung in einer oft schweren Zeit, sondern vor allem ein Moment, in dem deutlich wurde: Jemand denkt an sie. Jemand hat sie nicht vergessen.
So lebt die Menschlichkeit von Paul Thomas Petersen weiter – in jeder einzelnen dieser Begegnungen, in jeder dankbaren Umarmung, in jedem stillen Aufatmen, das diese Unterstützung ermöglicht. Sein Vermächtnis zeigt, wie eine Entscheidung am Ende eines Lebens noch lange Licht in den Alltag anderer bringen kann.
