Erste Reparaturen an abgesackten Schachtdeckeln im Stadtgebiet
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Nach anhaltender Kritik an abgesackten Gullideckeln und Schachtabdeckungen im Stadtgebiet sind nun die ersten Schäden behoben worden. Am Donnerstagabend erneuerte eine Flensburger Fachfirma zwei besonders problematische Schächte. Weitere Arbeiten sollen in den kommenden Wochen folgen.
Wie bereits Mitte März berichtet, sorgen abgesackte Gullideckel und Schachtabdeckungen an mehreren Stellen in Flensburg immer wieder für Probleme. Nach Angaben des Technischen Betriebszentrums (TBZ) sind nicht nur die Straßen Munketoft, Zur Exe, Süderhofenden, Norderhofenden und Schiffbrücke betroffen.
An einigen Stellen liegen die Deckel nicht nur wenige Millimeter, sondern gleich mehrere Zentimeter tiefer. Für Autofahrer führt das zu abrupten Bremsmanövern oder Ausweichbewegungen – mit entsprechenden Risiken für Verkehrssicherheit und Fahrzeuge.
Bereits kurz nach der Anfrage beim TBZ wurden mehrere betroffene Schachtabdeckungen im Stadtgebiet markiert. Nun gibt es erste sichtbare Fortschritte: Am Donnerstagabend erneuerten die Bauarbeiter Dennis und Eduard von der Firma Carstensen aus Flensburg zwei Schächte – einen in der Norderfischer Straße, den anderen in der Segelmacher Straße.
Vor allem die Schadstelle in der Segelmacher Straße hatte immer wieder für gefährliche Situationen gesorgt. Autofahrer, die die Unebenheit kannten, versuchten häufig, ihr in teils auffälligen Ausweichmanövern zu entgehen.
Die Reparatur erwies sich dabei als aufwendiger als zunächst erwartet. Zunächst sollte der abgesackte Gulliring mit einer Maschine auf seiner Verankerung angehoben werden. Das gelang jedoch nicht, weil eine Verschraubung im Weg war, die für die Arbeiter zunächst nicht sichtbar gewesen war. In der Folge mussten der Asphalt und der darunterliegende Steinring mit schwerem Gerät aufgestemmt werden.
Anschließend wurde ein neuer Ring eingesetzt. Wie Bauarbeiter Dennis erklärte, wird zum Abschluss sogenanntes Topolit eingebracht. Das Material soll nach seinen Angaben eine Haltbarkeit von bis zu 50 Jahren haben. Für die Erneuerung eines Schachtes rechnen die Arbeiter mit rund drei Stunden. Pro Nacht könnten auf diese Weise etwa zwei Schächte instand gesetzt werden.
Damit ist zu erwarten, dass in den kommenden Wochen weitere Schachtabdeckungen im Stadtgebiet in den späten Abendstunden erneuert werden.