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Flensburger Müllfahrzeug erreicht ukrainische Partnerstadt Boryspil

 |  von Thomsen / Foerde.news

Zwei Löschfahrzeuge und der Müllwagen sind in der Ukraine angekommen - Fotos: Privat

Flensburg/ Boryspil – Von Flensburg gespendeter Wagen nach mehrtägiger Fahrt sicher angekommen – Hilfskonvoi bringt insgesamt drei Fahrzeuge in die Ukraine

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Das vom Technischen Betriebszentrum (TBZ) der Stadt Flensburg gespendete Müllsammelfahrzeug ist nach mehrtägiger Fahrt sicher in der ukrainischen Stadt Boryspil angekommen. Dort wird der Wagen nun dringend für die kommunale Abfallentsorgung gebraucht. Die Freude bei den Verantwortlichen vor Ort ist groß, denn die vom russischen Angriffskrieg schwer belastete Stadt hatte das Fahrzeug bereits erwartet.

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Mit dem Transport setzt Flensburg seine Unterstützung für die ukrainische Partnerstadt fort. Bereits vor der Abfahrt war das ausgemusterte, aber technisch überprüfte Abfallsammelfahrzeug gemeinsam mit medizinischen Hilfsmitteln, Decken und weiteren Spenden auf den Weg gebracht worden. Organisiert wurde der Konvoi mit dem Verein „Freunde helfen! Konvoi“.

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Nach Angaben von CDU-Ratsherrn Karsten Sörensen, der die Aktion mit organisiert hat, haben alle drei gespendeten Fahrzeuge ihre Bestimmungsorte in der Ukraine sicher erreicht. Neben dem Flensburger Müllfahrzeug gehörten auch zwei Löschfahrzeuge aus Jübek und Ostenfeld zum Hilfskonvoi.

Sörensen dankte vor allem den Helfern, die den Transport ermöglicht haben. Ein besonderer Dank gelte der Gesellschaft „Freunde helfen! gGmbH“, die mit insgesamt acht Freiwilligen den aufwendigen Transport organisiert und durchgeführt habe. Die Fahrer seien aus ganz Norddeutschland gekommen und hätten für die Fahrt in das Kriegsgebiet ihre Freizeit und teils auch ihren Urlaub eingesetzt. Das verdiene, so Sörensen, großen Respekt und ausdrücklichen Dank.

Die Übergabe des Flensburger Müllfahrzeugs erfolgte im westukrainischen Lviv. Dort übergab Fahrer René Landau das Fahrzeug feierlich an Vyacheslav Tolkach, den zuständigen Vertreter der Stadt Boryspil, der die Weiterfahrt in die Hauptstadtregion organisierte.

Schon vor dem Start hatte TBZ-Geschäftsführer Heiko Ewen betont, dass bewusst ein älteres, aber noch gut erhaltenes Fahrzeug ausgewählt worden sei. Solche Wagen würden im regulären Betrieb nach zehn bis zwölf Jahren ausgesondert, vor allem wegen der hohen Belastung durch Stop-and-go-Verkehr und die aufwendige Hecktechnik. Der nun gespendete Wagen sei jedoch noch in vergleichsweise gutem Zustand und vor der Übergabe von Werkstatt und TÜV umfassend geprüft worden.

Flensburgs Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer hatte die Spende vor der Abfahrt als ein wichtiges Zeichen praktischer Solidarität bezeichnet. Gerade in einer vom Krieg gezeichneten Stadt wie Boryspil würden Fahrzeuge für die Daseinsvorsorge unmittelbar gebraucht. Neben dem Müllfahrzeug seien deshalb auch die mitgeführten Hilfsgüter von großer Bedeutung.

Für Flensburg ist die gelungene Ankunft des Fahrzeugs weit mehr als nur eine symbolische Nachricht. Mit dem Einsatz des Müllwagens in Boryspil kommt konkrete Hilfe dort an, wo sie dringend benötigt wird.