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Fünf Tage Streik im Nahverkehr drohen ab 30. September
| von Thomsen / Foerde.news
Verkehr – Tarifverhandlungen für rund 1.800 Beschäftigte in Schleswig-Holstein erneut ohne Ergebnis – ver.di setzt Warnstreiks vorerst aus und kündigt bei einem weiteren Scheitern fünftägige Arbeitsniederlegungen an.
Im Tarifkonflikt des öffentlichen Nahverkehrs in Schleswig-Holstein drohen ab dem 30. September fünftägige Warnstreiks. Auch die dritte Verhandlungsrunde für die rund 1.800 Beschäftigten in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg ist am Dienstag ohne Einigung zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft ver.di Nord will der Arbeitgeberseite allerdings noch eine letzte Gelegenheit geben, ein tragfähiges Angebot vorzulegen. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 29. September werden weitere Warnstreiks ausgesetzt.
Nach Angaben der Gewerkschaft gab es bei den Gesprächen zwar Bewegung auf Arbeitgeberseite, für einen Tarifabschluss reichte diese jedoch nicht aus. „Aus unserer Sicht hat das heutige Ergebnis erneut nicht ausgereicht, um zu einem für die Beschäftigten akzeptablen Abschluss zu kommen“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Sascha Bähring.
Die Tarifkommission beschloss daraufhin, zunächst die vierte Verhandlungsrunde abzuwarten. Sollte auch diese ergebnislos bleiben, will die Gewerkschaft den Druck deutlich erhöhen.
„Wir wollen der Arbeitgeberseite mit der nächsten Verhandlungsrunde noch einmal die Möglichkeit geben, zu einem tragfähigen Ergebnis zu kommen. Sollte das am 29. September erneut nicht gelingen, hat die Tarifkommission einen fünftägigen Warnstreik ab dem 30. September beschlossen“, kündigte Bähring an.
Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Gehalt
ver.di verlangt eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent für alle Beschäftigten bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft eine Vorteilsregelung für ihre Mitglieder in Höhe von jährlich 650 Euro.
Die Tarifverhandlungen werden am Dienstag, 29. September, in Flensburg fortgesetzt. Sollte dort keine Einigung erzielt werden, müssen sich Fahrgäste in den betroffenen Städten ab Mittwoch, 30. September, auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen.
