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Genug gekuschelt - jetzt kommt Politik !!

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Unabhänging von Sachverhalt und Personalie verabschiedet sich die Flensburger Kommunalpolitik endlich vom Kuschelkurs der letzten Jahre. Politik hält wieder Einzug in den Rat.

Zugegebenermaßen an der einen oder anderen Stelle mit erschreckender Übertreibung , aber Übertreibungen gehören zum Lernprozeß und sollten nicht überbewertet werden. Viel eher sollte man registrieren, das alte Krusten aufgebrochen werden und endlich mal wieder klar Stellung bezogen wird. Streit, Debatte und Konfrontation waren schon immer in der Politik ein Garant für Geradlinigkeit und Veränderung und zwar in unabhängigkeit zur Richtigkeit der eigenen Meinung. Eine Meinung muß nicht richtig sein, es reicht, wenn sie ehrlich ist. Und falsche Entscheidungen in guter Absicht getroffen, sind alle male wertvoller, als Entscheidungen im Eigennutz oder Entscheidungen mit Hintertür. In Eintracht und Harmonie läßt sich so hervorragend klüngeln. Mit etwas Glück sind die Gräben in Flensburg nun so tief, das die Kommunalpolitiker wieder mehr auf Ihr wahres und ehrliche Anliegen achten, als darauf, dem anderen Ratsherren nicht zu sehr auf die Füße zu treten. Politik muß nicht endlos und einschläfernd sein und sie muß schon gar nicht immer "richtig" sein.

Es reicht vollkommen, wenn eine gute Absicht im Interesse der Bewohner dahinter steht. Es macht gar nichts aus, wenn man im Abstimmungsverfahren mit der eigenen Meinung unterliegt. Wichtig ist, das man eine eigene Meinung hatte und diese auch zum Vortrag bringt. Es ist so langweilig geworden, in flensburger Ratsversammlungen wieder und wieder in mehr oder weniger rethorisch gekonnter Art dem Streit über Kleinigkeiten zuzuhören. Ratsinterne Investitonen ohne jedewede politische Relevanz und in sehr überschaubarer finanzieller Größenordnung werden über Monate diskutiert.....Man denke an die Anschaffungsdebatte über I-Pad, I-Phone, I-Blaahh und der dazugehörigen Softwareverwaltung. Mit Glück hat das nun ein Ende. Wenn die Hauptenergie wieder in den Streit um die richtige Sache fließt, bleibt wenig Raum für Randbanalitäten. In der Politik - weder in der Großen, noch in der kommunalen - geht es darum, Freundschaften fürs Leben zu schließen - es geht darum, Verbündete für eine Idee oder ein Projekt zu finden. Und dieses Suchen und Finden ist auf kommunaler Ebene sicherlich einfacher als auf der übergeordneten Plattform. Man wird nicht Ratsherr, weil man nichts besseres vor hatte. Man wird es, weil einem die Entwicklung der eigenen Region so wichtig ist, das man sogar seine Freizeit damit verbringen möchte. Manchmal wird man es vielleicht auch, weil einem Ruhm und Ehre so verlockend erscheinen. In streitbarer Atmosphäre wird sich dieser zweifelhafte Ansatz allerdings nicht lange halten. Wir haben uns daran gewöhnt, das der großen Politik die Ehre abhanden gekommen ist. Daran sind wir - das Stimmvieh - zum großen Teil selbst Schuld.

Wir empfinden Politik heute entweder gar nicht oder eher als Show, mit Votingsystem und Comebackmöglichkeiten. Der Hebel zum Ansatz für Veränderung liegt ganz klar auf kommunaler Ebene. Hier geht es um Themen, die uns schneller betreffen und die uns klarer vor Augen sind, als der korrupte Wischwasch aus Berlin. Unserer Stadt geht es heute nicht gut und wir brauchen heute ein Lösung um das zu ändern. Hier hat niemand Zeit, Jahrelang auf das Ergebnis einer schlecht geführten Debatte zu warten. Entscheidung bringt Veränderung - nicht die Debatte. Vielleicht birgt der ausgebrochene Streit um eine der Perlen von Flensburg die Chance auf Besinnung in Sachen Kommunalpolitik. Jeder für sich und ohne Ratsdebatte, hat in diesem Zusammenhang eine hervorragende Möglichkeit, seine eigene Position in der politischen Gestaltungsarbeit zu überdenken. Ohne die Hintergründe und die Personen wirklich gut zu kennen, bin ich nicht sicher, ob man mit Politik lange locken darf, um den Gelockten dann öffentlich vorzuführen. Dieser Streit hat vielmehr den Anstrich eines Nachbarschaftskrieges.

Es geht nicht um die Verteilung von Pfründen oder die nachhaltige Demonstration von Macht und Besitz. Der Auftrag ist eigentlich ganz klar: Verwaltung und Gestaltung der Region zum bestmöglichen Nutzen der Bürger. Die Debatte darf also nicht unter der Prämisse geführt werden: Wer verdient wo am meisten. Viel richtiger ist der Ansatz, an welcher Stelle haben die Flensburger den größten Nutzen. Um diese Aufgabe im Interesse der Sache zu meistern haben wir einen Stadtrat. Schon lange vor der Erfindung der Demokratie haben Bürger aus Ihrer Mitte die klügsten und vertrauensvollsten Mitbürger gewählt und hofften darauf, das diese in Ihrer Weisheit und in Ihrer Klugheit, das Beste zum Wohle der Stadt entscheiden. F.Beeke

 

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