Hilfe auf vier Pfoten – Iris Nickel-Schmidtke bringt Hundebesitzer zusammen

 |  von Thomsen / Foerde.news

Statt anonymer Plattformen setzt Nickel-Schmidtke auf Steckbriefe und ein gezieltes Matching - Fotos: Thomsen

Glücksburg – Mit ihrem Projekt „Glücksgassi“ will die Glücksburgerin Iris Nickel-Schmidtke Menschen entlasten, Hunde versorgen und neue Begegnungen schaffen. Doch der Aufbau braucht Zeit.

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Wer kümmert sich um den Hund, wenn der Alltag dazwischenkommt? Diese Frage hat Iris Nickel-Schmidtke zur Grundlage einer neuen Idee gemacht. Mit ihrem Vermittlungsangebot „Glücksgassi“ bringt sie Hundebesitzer und Gassigeher zusammen – persönlich, individuell und mit sozialem Anspruch.

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Die Inspiration kam spontan: Beim Frühstücksfernsehen sah Nickel-Schmidtke einen Bericht über Hunde – und erkannte Parallelen zu ihrem eigenen Leben. „Ich war selbst in der Situation, arbeiten zu müssen und nicht zu wissen, wer mit dem Hund rausgeht“, sagt sie. Auch im Umfeld habe sie ähnliche Herausforderungen beobachtet.

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Persönliche Vermittlung statt anonymer Klicks

Im Mittelpunkt ihres Konzepts steht der direkte Kontakt. Statt anonymer Plattformen setzt Nickel-Schmidtke auf Steckbriefe und ein gezieltes Matching. Wer einen Hund hat oder mit einem spazieren gehen möchte, gibt Informationen zu Erfahrung, Vorlieben und Rahmenbedingungen an.

„Es muss passen – nicht nur optisch, sondern auch vom Umgang her“, betont sie. Ob großer oder kleiner Hund, lebhaft oder ruhig: Die Bedürfnisse beider Seiten werden berücksichtigt, bevor ein Kontakt zustande kommt.

Mehr als nur ein Gassi-Service

„Glücksgassi“ ist Teil eines größeren Projekts namens „Gemeinsam nicht allein“. Dahinter steckt die Idee, Menschen zusammenzubringen – sei es beim Spaziergang, bei kreativen Angeboten oder gemeinschaftlichen Aktivitäten.

Dabei geht es auch um Hilfe in schwierigen Lebenslagen. Nickel-Schmidtke berichtet von bewegenden Anfragen: etwa von einer krebskranken Person, die Unterstützung für ihren Hund sucht, oder von einer Witwe, die nach dem Verlust ihres eigenen Tieres anderen helfen möchte.

Viel Zuspruch – wenig Verbindlichkeit

Die Resonanz auf das Projekt ist groß: In sozialen Netzwerken wird die Idee vielfach gelobt, auch Medien berichteten bereits darüber. Doch die konkrete Beteiligung bleibt bislang überschaubar.

„Viele melden sich, aber oft kommt nach dem ersten Kontakt nichts mehr zurück“, schildert Nickel-Schmidtke. Aktuell überwiegt sogar die Zahl der Gassigeher gegenüber den Hundebesitzern – eine Entwicklung, die sie so nicht erwartet hatte.

Aufbau mit Geduld

Für die Gründerin ist das kein Grund aufzugeben. Sie weiß aus Erfahrung, dass neue Angebote Zeit brauchen. Bereits früher war sie selbstständig und führte über viele Jahre ein eigenes Geschäft.

Mit Flyern, Kontakten zu Tierärzten und lokalen Einrichtungen sowie einer geplanten Website arbeitet sie daran, „Glücksgassi“ bekannter zu machen.

Ihr Ziel: praktische Hilfe im Alltag – und gleichzeitig mehr Miteinander in der Region. „Wenn Menschen sich unterstützen und dabei vielleicht neue Kontakte entstehen, dann ist schon viel gewonnen“, sagt Iris Nickel-Schmidtke.