Höhenretter der Berufsfeuerwehr bescheren kleine Patienten - Spektakuläre Aktion an der Diako-Kinderklinik
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Beim Anblick von Superhelden werden Kinderträume wahr. Und wenn die Helden noch dazu aus der Luft kommen und den Kindern Geschenke mitbringen, ist das Glück perfekt. Fast: Denn bei dieser Aktion zwei Tage vor Nikolaus handelt es sich bei den beschenkten Knirpsen um kleine Patienten, die diese Adventstage in der Kinderklinik des Diako-Krankenhauses Flensburg verbringen müssen.
Um den Kindern auf den Stationen eine Freude zu bereiten und sie zumindest für eine Weile vom Klinikalltag abzulenken, bescheren die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Flensburg sie mit kleinen Unterstützern wie zum Beispiel Plüschtieren. Für den spektakulären Auftritt haben die Feuerwehrleute aufwendige Vorbereitungen getroffen, um sich in Superhelden-Kostümen, darunter Popeye und Spiderman, mit der Drehleiter direkt vor den Zimmerfenstern abzuseilen. Mancher sogar kopfüber! 28 Meter Höhe zeigte das Display an.
„Es war wie immer eine besondere Freude, den Kindern eine kleine Auszeit vom Klinikalltag zu schenken. Die strahlenden Augen, wenn der Nikolaus aus der Luft zu ihnen kommt, sind einfach unbezahlbar“, resümierte Gunnar Rau, leitender Oberarzt der Diako-Kinderklinik.
Die Höhenretter selbst würden sich jedes Jahr aufs Neue auf die Aktion freuen, sagte Feuerwehrmann Jörn Artz. In diesem Jahr beteiligte sich die Flensburger Spezialgruppe mit ihrer Bescherung aus der Luft am 4. Dezember zugunsten der kleinen Patienten bereits zum vierten Mal an der bundesweiten Aktion.
Feuerwehrleute aus Ulm in Baden-Württemberg sollen 2019 zum ersten Mal eine solche Nikolaus-Aktion für Kinder in der Uniklinik gestartet haben. Ganz spontan am Telefon zwischen Ulmer und Hamburger Feuerwehrleuten, so heißt es, soll die Idee zur bundesweiten Aktion entstanden sein, an der sich immer mehr Wehren beteiligen.
Die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Flensburg gibt es seit 2002. Sie wird immer dann aktiviert, wenn die „klassischen“ Mittel der Absturzsicherung an ihre Grenzen stoßen oder wenn Rettungsmaßnahmen in der Höhe oder Tiefe erforderlich sind, die mit den üblichen Geräten nicht sicher durchgeführt werden können.