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Mahnwache an der Hafenspitze erinnert an Opfer des Berliner CSD-Anschlags
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Rund 30 Menschen kamen am Sonntagabend in Flensburg zusammen. Trotz Regens gedachten sie der getöteten Frau und bekundeten ihre Solidarität mit den Verletzten und allen Betroffenen.
Nach dem tödlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin haben sich am Sonntagabend rund 30 Menschen zu einer Mahnwache an der Flensburger Hafenspitze versammelt. Mit Regenbogenflaggen, Regenschirmen und Schildern setzten sie ein Zeichen gegen Gewalt und für eine offene Gesellschaft.
Zu der Zusammenkunft war kurzfristig für 18 Uhr aufgerufen worden. In dem Instagram-Aufruf hieß es, der Anschlag habe viele Menschen erschüttert. Die Gedanken seien bei der getöteten Frau, den Verletzten, ihren Angehörigen und allen, die den Angriff miterleben mussten. Zugleich sollte die Mahnwache deutlich machen, dass sich die Tat nicht nur gegen einzelne Menschen, sondern gegen die gesamte queere Gemeinschaft und das gesellschaftliche Miteinander gerichtet habe.
Trotz des regnerischen Wetters folgten rund 30 Menschen dem Aufruf. Einige Teilnehmer hielten Regenbogenflaggen, andere hatten Schilder mitgebracht. Auf einem davon war die Aufschrift „Mahnwache – Anschlag CSD Berlin“ zu lesen.
Am Samstagabend war im Berliner Tiergarten ein weißer Transporter in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau kam ums Leben, 29 weitere Menschen wurden nach aktuellem Stand verletzt, mehrere von ihnen schwer. Das Fahrzeug prallte anschließend gegen einen Baum. Der Fahrer flüchtete zu Fuß.
Nach einer groß angelegten Fahndung wurde der Tatverdächtige am Sonntag in einer Kleingartenanlage im Berliner Bezirk Spandau entdeckt. Nach Angaben der Polizei soll er die Einsatzkräfte mit einer Stichwaffe angegriffen haben. Die Beamten schossen auf den Mann, der trotz Wiederbelebungsversuchen noch am Einsatzort starb.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an. Die Behörden behandeln den Vorfall als mutmaßlichen Anschlag. In Flensburg stand am Sonntagabend jedoch vor allem das gemeinsame Gedenken im Mittelpunkt. Die Teilnehmer wollten zeigen, dass Hass und Gewalt keinen Platz in einer vielfältigen und offenen Gesellschaft haben.
