Millionenprojekt an der Förde: Neuer Abschnitt der Promenade zeigt erste Schäden

 |  von Thomsen / Foerde.news

Neue Fördepromenade hat nach nur sieben Monaten bereits Schäden - Fotos: Thomsen

Flensburg – Anfang Juni 2025 ist die neue Fördepromenade am westlichen Fördeufer auf Höhe des Galwik-Parks feierlich eröffnet worden. Gemeinsam mit der damaligen Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack, Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung wurde der rund 580 Meter lange Abschnitt offiziell für die Öffentlichkeit freigegeben.

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Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer, Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack und Stadtpräsidentin Susanne Schäfer-Quäack eröffneten im Juni 2025 die Promenade - Archivfoto: Thomsen
Die Promenade ist Teil der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Neustadt“, die seit 1999 mit rund 74 Millionen Euro aus verschiedenen Förderprogrammen finanziell unterstützt wird. Für das aktuelle Teilprojekt – den Bau der Promenade einschließlich der Sanierung der Kaikante – wurden seit 2018 etwa 39 Millionen Euro bereitgestellt. Ein großer Teil dieser Summe stammt aus Fördermitteln von Bund und Land.

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Doch nur sieben Monate nach der Eröffnung zeigte sich, dass die neue Anlage offenbar nicht überall den Belastungen standhält. Nach dem ersten Hochwasser am 9. Januar zog sich das Wasser zwar wie gewohnt in die Förde zurück, doch anschließend traten Schäden zutage: Auf Höhe der Christophorus-Statue sackte der Untergrund auf einer Fläche von etwa zwei mal einem Meter ab, die darüberliegenden Steine folgten dem Untergrund auf rund 20 Centimeter.

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Das Technische Betriebszentrum Flensburg (TBZ) wurde informiert, die Schadstelle umgehend mit Absperrbaken gesichert.


Während des Hochwasser im Feburar 2022 sackte der Parkplatz an der heutigen abgesperrten Kaikante ab - Archivfoto: Sebastian Iwersen

Die Situation ruft Erinnerungen an die Schäden am Parkplatz an der Kaikante wach: Zunächst sackte das Kopfsteinpflaster ab, in der Folge der Sturmflut im Jahr 2023 brach schließlich die Kaikante weg und musste gesperrt werden. Das Ausmaß der Zerstörung ist dort bis heute sichtbar, eine vollständige Sanierung wird noch Jahre in Anspruch nehmen.


Mit Betonklötzen werden Autofahrer gehindert zu dicht an die Kaikante zu fahren - Archivfoto
Nur wenige Meter weiter, auf Höhe eines Schiffszubehörhändlers, stehen seit einigen Monaten massive Betonblöcke. Sie sollen verhindern, dass Autofahrer unmittelbar an die Kaikante heranfahren – denn diese gilt auch dort längst nicht mehr als stabil. Und über den Zustand der Kaikante auf der Ostseite ließe sich ein eigener Artikel schreiben: Kurz gesagt, deutlich besser sieht es dort ebenfalls nicht aus.

Wie lange das nun abgesackte Teilstück der neuen Fördepromenade gesperrt bleiben muss und welche Konsequenzen die Stadt aus dem Vorfall zieht, ist bislang unklar. Fest steht jedoch: Die Schadstelle wirft Fragen zur Dauerhaftigkeit und Qualität der aufwendig geförderten Baumaßnahme auf.