Neue Blitzersäulen in Flensburg: Stadt erweitert Kontrolle an weiteren Kreuzungen

 |  von Marie Holm

Die Stadt kann nicht alle fünf Blitzersäulen zur gleichen Zeit betreiben - Fotos: Thomsen

Flensburg – Mit dem Austausch alter Starenkästen gegen moderne Blitzersäulen hat Flensburg einen weiteren Schritt bei der Verkehrsüberwachung gemacht. Nach den bereits bekannten Standorten in der Innenstadt kommen nun zwei weitere Anlagen an der B199 hinzu. Doch trotz des Ausbaus bleibt die Überwachung vorerst eingeschränkt.

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Die Erneuerung der alten Starenkästen in der Flensburger Innenstadt durch neue Blitzersäulen hat vorerst ihren Höhepunkt erreicht. Wie bereits berichtet, wurden an der Husumer Straße/Ecke Zur Bleiche, am ZOB und am Neumarkt neue Anlagen errichtet.

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Dass die neuen Blitzer notwendig sind, zeigt ein Blick auf die bisherigen Zahlen. Nach Angaben der Stadt wurden im Zeitraum vom 18. November bis zum 22. Dezember an den Blitzersäulen im gesamten Stadtgebiet mehr als 1.200 Verkehrsverstöße registriert. Darunter waren mehr als 200 Rotlichtverstöße. Besonders auffällig war die Anlage am Neumarkt.

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Für besonderes Aufsehen sorgte zudem ein Fall an der Husumer Straße stadteinwärts. Dort wurde ein Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 183 Stundenkilometern gemessen. Erlaubt sind an dieser Stelle 50 Stundenkilometer.

Um die Verkehrsüberwachung weiter auszubauen, hat die Stadt nun auch im Kreuzungsbereich B199/Lilienthalstraße am Citi-Markt sowie an der B199/Schottweg beim Famila zwei weitere Säulen aufgestellt. Bereits Mitte Dezember wurden dort Testmessungen durchgeführt.

Wie Stadtsprecher Clemens Teschendorf mitteilte, sollen die beiden neuen Anlagen in der Woche vom 23. bis 27. März 2026 in Betrieb genommen werden.

Allerdings gibt es weiterhin ein praktisches Problem: Der Stadt Flensburg stehen derzeit nicht genügend Kamerasysteme zur Verfügung, um alle fünf Säulen dauerhaft gleichzeitig zu betreiben. Deshalb müssen die Systeme zwischen den einzelnen Anlagen ausgetauscht werden. Für Verkehrsteilnehmer bleibt es damit vorerst ungewiss, welche Säule gerade tatsächlich in Betrieb ist.

Zusätzlich hatte die Stadt bereits im vergangenen Jahr beschlossen, einen zweiten mobilen Blitzeranhänger anzuschaffen. Nach Angaben von Teschendorf soll dieser noch im Laufe dieses Jahres geliefert werden.