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Richtfest am Munketoft: Flensburger Brauerei baut für die Zukunft
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Knapp 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Handwerk und Belegschaft haben am Freitag das Richtfest für das neue Sudhaus der Flensburger Brauerei gefeiert. Am Standort Munketoft 12 nimmt das künftige Herzstück der Produktion zunehmend Gestalt an. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Noch kurz vor Beginn sah es nicht danach aus, als würde das Wetter beim Richtfest der Flensburger Brauerei mitspielen. Bereits vor 17 Uhr trafen die ersten Gäste aus Politik und Wirtschaft am Munketoft ein, darunter auch Flensburgs Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer. Nach den anhaltenden Regenfällen der vergangenen Tage hatte der Veranstalter vorsorglich Regenponchos bereitgelegt. Sie wurden von vielen Besuchern dankbar angenommen.
Doch pünktlich zum offiziellen Beginn um 17 Uhr hatte der Wettergott ein Einsehen: Der Regen hörte auf – und die Reden konnten beginnen.
Für die Flensburger Brauerei markiert das Richtfest am 4. September einen wichtigen Meilenstein beim Bau des neuen Sudhauses. Wo vor gut einem Jahr mit dem Spatenstich noch eine große Sandgrube zu sehen war, steht heute bereits ein stattliches Gebäude. Die Dimensionen des künftigen Herzstücks der Brauerei sind inzwischen deutlich erkennbar.
Der Bau eines neuen Sudhauses ist für eine Brauerei nicht nur eine große technische und organisatorische Herausforderung, sondern zugleich eine Investition in die Zukunft des Standortes. In den vergangenen Monaten seien auf der Baustelle vor allem handwerkliches Können, präzise Planung und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten gefragt gewesen, hieß es während der Feier.
Nach den Ansprachen von Michael Seip (2.v.l.) aus der Geschäftsführung der Flensburger Brauerei und Enes Erisgen (1.v.l.), Produktionsleiter und Projektleiter für das neue Sudhaus, richtete auch Christoph Holt (2.v.r.), Geschäftsführer von Holt & Nicolaisen, einige Worte an die Gäste. Anschließend folgte der traditionelle Richtspruch, den Moritz Nölle (rechts) von der Firma Hermann Reese Baugeschäft sprach.
Unter den knapp 200 Gästen waren neben Vertretern aus Politik und Wirtschaft auch Mitarbeiter der Brauerei sowie zahlreiche Beteiligte der ausführenden Firmen und Gewerke.
„Das Richtfest ist ein riesiger Schritt für unser neues Sudhaus. Wenn wir heute auf das fast fertige Gebäude schauen, können wir schon gut erahnen, wie es später aussehen wird“, sagte Erisgen in seiner Ansprache. Besonders hob er die Zusammenarbeit nach dem schwierigen Winter hervor. Dass das Projekt wieder in den vorgesehenen Zeitplan gebracht und die großen Gefäße rechtzeitig eingebracht werden konnten, sei eine starke Gemeinschaftsleistung.
Gerade der Rohbau habe die Beteiligten vor besondere Herausforderungen gestellt. Anspruchsvolle statische Fragen mussten gelöst und die Arbeiten zahlreicher gleichzeitig tätiger Gewerke aufeinander abgestimmt werden. Rohbauunternehmen, Statiker, Architekten, Fachplaner, technische Gebäudeausrüster und Sudhausbauer mussten dabei eng zusammenarbeiten.
Wie komplex das Projekt ist, zeigt sich auch an den nächsten Bauabschnitten. Noch im September soll das Dach montiert werden. Sobald die große Glasfront vollständig eingesetzt ist, soll im Oktober der Innenausbau beginnen. Bis dahin sollen auch Arbeiten an Heizung, Lüftung, Sanitärtechnik und Gebäudeelektrik weitgehend abgeschlossen sein.
Danach verlagert sich ein großer Teil der Arbeiten ins Innere des Gebäudes. Die Braugefäße müssen verrohrt, Tanks und Anlagen angeschlossen und die Steuerungstechnik eingerichtet werden. Viele dieser Arbeiten werden später für Besucher kaum sichtbar sein, sind für den Betrieb des Sudhauses jedoch entscheidend.
Schritt für Schritt soll so die Grundlage für die Inbetriebnahme geschaffen werden. Nach derzeitiger Planung soll diese im Januar 2027 beginnen. Der erste Sud aus dem neuen Sudhaus ist für den Winter 2026/27 vorgesehen.
Mit dem Richtfest ist damit zwar ein wichtiger Abschnitt erreicht, abgeschlossen ist das Millionenprojekt jedoch noch lange nicht. Für die Flensburger Brauerei ist an diesem Freitagnachmittag dennoch sichtbar geworden, wie weit der Weg vom ersten Spatenstich bis zum neuen Sudhaus bereits geführt hat.
