- Nachrichten -
Folge uns auf Instagram und Facebook

Spannung unter der Förde - Stadtwerke Flensburg starten Bohrung

von

Flensburg - Auf einer Länge von insgesamt 370 wird die Bohrung ca. 20 Meter unter dem Hafen erfolgen - Archivfoto: Thomsen

Ab dem 10. Januar 2022 wird es spannend im Flensburger Hafen. Die Stadtwerke bohren direkt unter der Flensburger Förde, um dort eine Hochspannungsleitung zu verlegen. Mit der Horizontalbohrung werden verschiedene Leerrohre für die Leitung direkt vom Gelände des Flensburger Heizkraftwerkes zur Harniskaispitze gezogen.

Grund für die Unterwasserbohrung ist eine beschädigte 60.000 Volt-Hochspannungs-Kabelverbindung, welche vom Flensburger Heizkraftwerk ins Umspannwerk Ost führt. Das Umspannwerk dient dazu, die hohe Spannung auf haushaltsübliche Werte zu reduzieren und den Strom weiter zu verteilen.

„Das Kabel weist im alten Hafendüker, so wird der unterirdische Kanal genannt, einen Mantelfehler im äußeren Bereich auf und muss deshalb ausgetauscht werden.“ weiß Nils Seidel, der bei den Stadtwerken für die Planung zuständig ist. „Über eine Horizontalbohrung werden wir die Rohrleitungen unterirdisch wieder in Stand setzen und neue Kabel hineinlegen, ohne dafür einen Graben ausheben zu müssen, was unter Wasser sehr schwierig ist.“

Das dafür speziell notwendige Bohrwerkzeug steht bereits seit Dezember am Hafen und kommt nun zum Einsatz. Die Baustelle im Bereich des Heizkraftwerkes der Stadtwerke wird ab Montag, 10. Januar eingerichtet. Auch auf der gegenüberliegenden Hafenseite werden ab diesem Termin Vorbereitungen an der Hafenspitze getroffen; Die für die Leitung benötigten Leerrohre werden verschweißt und für den Einzug ausgelegt.

„Die Horizontalspülbohranlage wird einen unterirdischen Kanal bohren und auf ihrem Rückweg mehrere Leerrohre einziehen. In diese Leerrohre werden dann später Leitungen für Strom (neues Hochspannungskabel), Telekommunikation und weitere zukünftige Anwendungen eingezogen.“ erklärt Seidel weiter.

Auf einer Länge von insgesamt 370 m wird die Bohrung ca. 20 m unter dem Hafen erfolgen. Die Arbeiten sollen bis Anfang Februar dauern.

Ende Februar soll das „alte“ Kabel außer und das neue Hochspannungskabel in Betrieb gehen.


Zurück