Sturmtief „Elli“ legt Busverkehr in Nordfriesland weitgehend lahm
| von Thomsen / Foerde.news
Verkehr – Nordfriesland bereitet sich auf die massiven Auswirkungen des Sturmtiefs „Elli“ vor. Bereits am Donnerstag hat das Unwetter erste Konsequenzen für den öffentlichen Nahverkehr: Der Busbetreiber Autokraft wird den Betrieb am Freitag in weiten Teilen der Region vorerst nicht aufnehmen.
Betroffen sind nach Unternehmensangaben das Netz Nord und Süd in Nordfriesland sowie der Stadtbusverkehr in Husum und St. Peter-Ording. Auch in den Kreisen Dithmarschen und Steinburg soll am Freitag zunächst kein Busverkehr stattfinden. Hintergrund sind amtliche Unwetterwarnungen mit der Prognose starker Schneeverwehungen.
Am Donnerstagvormittag hatte der Deutsche Wetterdienst in einer amtlichen Unwetterwarnung für den gesamten Freitag vor starken Schneeverwehungen gewarnt. Die Sicherheit von Fahrgästen und Fahrpersonal habe Vorrang, teilte Autokraft mit. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, werde fortlaufend geprüft.
Auch die Norddeutschen Verkehrsbetriebe reagieren auf die Wetterlage. Für Freitag ist vorgesehen, die Linien 120 und 130 in Nordfriesland nur dann zu bedienen, wenn der Präsenzunterricht an den Schulen ausfällt und die Straßenverhältnisse einen sicheren Fahrbetrieb zulassen. Andernfalls soll am Freitagmorgen entschieden werden, ob die Busse fahren können. Sollte ein sicherer Betrieb nicht gewährleistet sein, werde der Verkehr für den gesamten Tag eingestellt – auch dann, wenn sich das Wetter im Tagesverlauf verbessere.
Einschränkungen auch im Bahn- und Fährverkehr
Trotz kräftigen Schneefalls verkehren in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen weiterhin die Züge des Nah- und Fernverkehrs, die S-Bahn Hamburg sowie die Linienbusse von DB Regio. Allerdings sind viele Verbindungen nur in ausgedünntem Takt unterwegs, teilweise mit verringerter Wagenanzahl und eingeschränktem Platzangebot.
In ganz Norddeutschland kommt es witterungsbedingt regional zu Ausfällen und Verspätungen. Je nach weiterer Entwicklung der Wetterlage müssen einzelne Linien zeitweise vollständig eingestellt werden. Dies diene dem Schutz von Fahrgästen, Mitarbeitenden und Fahrzeugen bei der extremen Witterung, so das Unternehmen.
Auch im Bus- und Fährverkehr außerhalb des DB-Angebots kommt es zu teilweise erheblichen Einschränkungen und Ausfällen. Die Bahn bittet Fahrgäste im Norden, auf nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verzichten. Aktuelle Informationen zu den Verbindungen sind in den digitalen Auskunftsmedien – etwa in der App DB Navigator und auf der Internetseite der Deutschen Bahn – abrufbar. Die regional betroffenen Verkehrsverbünde informieren zudem im Detail über Einschränkungen bei Bus und Bahn durch Tief „Elli“.
Mögliche Folgen für den Schulbetrieb
Die massiven Einschränkungen im Busverkehr könnten direkte Auswirkungen auf den Unterricht am Freitag haben. Bereits am Donnerstag war der Schulbetrieb auf Föhr und Amrum ausgefallen, nachdem der Busverkehr auf den Inseln eingestellt worden war.