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Südermarkt: Stadt sieht positive Entwicklung

 |  von Thomsen / Foerde.news

In die Räumlichkeiten vom ehemaligen Bistro und Kiosk zieht demnächst neues Leben ein - Foto: Thomsen

Flensburg – Die Stadt Flensburg bewertet die Entwicklung am Südermarkt insgesamt positiv. Mehrere Vorhaben seien in den vergangenen Monaten angestoßen, weiterentwickelt oder bereits umgesetzt worden, sagte Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer am Freitagvormittag bei einem Pressegespräch. Dabei ging es um Ordnung und Sicherheit, soziale Angebote, die Nutzung leerstehender Räume und um eine langfristige Aufwertung des Quartiers.

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Das bisherige Südermarkt-Management ist nach Angaben der Stadt inzwischen beendet worden. Der frühere Südermarkt-Manager Michael Gehrund sei nicht mehr im Einsatz. Geyer machte jedoch deutlich, dass das Projekt aus Sicht der Verwaltung nicht gescheitert sei. Vielmehr sei es im gegenseitigen Einvernehmen abgeschlossen worden, nachdem wesentliche Ziele erreicht worden seien. Dazu zähle vor allem die Begleitung bei der Einführung des Kommunalen Ordnungsdienstes. Ebenso wichtig sei gewesen, die Kommunikation mit Anwohnern, Anliegern und Gewerbetreibenden zu verbessern. Gerade in diesem Punkt habe sich die Lage nach Einschätzung der Stadt deutlich entspannt. Es gebe inzwischen regelmäßige Gespräche und einen engeren Austausch mit den Beteiligten vor Ort.

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Als wichtigen Teil dieser Entwicklung bezeichnete Geyer auch den sogenannten Trinkraum. Dieses Angebot sei weiterhin ein zentraler Baustein am Südermarkt und werde nach seiner Einschätzung erfolgreich genutzt. Im Sommer werde der Raum derzeit im Schnitt von rund 15 Menschen besucht. Dabei gehe es nicht allein darum, einen Aufenthaltsort bereitzustellen. Vielmehr würden die Besucher auch sozial begleitet und nach ihren jeweiligen Bedürfnissen unterstützt. Das Angebot ist nach Angaben der Stadt bis Ende 2027 finanziert und soll fortgeführt werden. Die Rückmeldungen dazu seien bislang positiv. Geyer berichtete zudem von einer angenehmen Atmosphäre vor Ort. Auffällig sei, dass sich viele der regelmäßigen Besucher stärker einbrächten als zunächst erwartet, etwa beim Thema Sauberkeit oder im Umgang miteinander.

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Ein weiteres Vorhaben betrifft die Rote Straße. Dort sollen nach Angaben der Stadt mehrere Parkplätze wegfallen, um den Bereich attraktiver zu gestalten. Statt der bisherigen Kurzzeitparkplätze seien zusätzliche Begrünung und neue Fahrradabstellmöglichkeiten geplant. Diese Entscheidung sei eng mit der Interessengemeinschaft Rote Straße sowie mit den dortigen Gewerbetreibenden abgestimmt worden. Aus Sicht der Stadt stören parkende und fahrende Autos in diesem Abschnitt die Aufenthaltsqualität erheblich. Der Raum solle deshalb wieder stärker den Menschen zur Verfügung stehen, die sich dort aufhalten, einkaufen oder bewegen wollen. Die Umsetzung soll kurzfristig erfolgen.

Auch beim ehemaligen Bistro am Südermarkt zeichnet sich eine neue Nutzung ab. Dort soll im Sommer das Projekt „Blaues Kaninchen“ einziehen, ein Zusammenschluss aus „Bunnys Ranch“ und „Blaupause“. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um ein soziales Angebot, das Beratung und Begleitung ermöglichen und zugleich für mehr Belebung am Platz sorgen soll. Geyer sprach von einer Lösung mit Hand und Fuß. Die neue Nutzung sei sorgfältig vorbereitet worden. Zuletzt habe es noch leichte Verzögerungen gegeben, die nach Darstellung der Stadt jedoch allein auf bauliche Probleme und Lieferschwierigkeiten zurückzuführen seien. Inhaltliche Gründe habe es dafür nicht gegeben. Nach derzeitigem Stand rechnet die Stadt im Juli oder August mit dem Einzug.

Ergänzend verwies die Verwaltung auf eine stärkere Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes. Dieser suche inzwischen auch mehrfach täglich die Toilettenanlagen am Südermarkt auf. Hintergrund seien Probleme gewesen, weil sich dort wiederholt Menschen eingeschlossen hätten und es Hinweise auf Drogenkonsum gegeben habe. Nach Einschätzung der Stadt ist die Situation dadurch bereits etwas entschärft worden, auch wenn sie noch nicht vollständig gelöst sei. Die Hoffnung sei, dass sich die Lage mit einer stärkeren Nutzung der benachbarten Flächen zusätzlich beruhige.

Darüber hinaus blickt die Stadt bereits auf die längerfristige bauliche Entwicklung des Südermarkts. Nach Angaben Geyers laufen die Planungen über den Sanierungsträger weiter. Erste Entwürfe lägen vor und seien bereits abgestimmt. Nun solle die weitere Ausarbeitung konsequent vorangetrieben werden. Mit den baulichen Veränderungen seien auch verkehrliche Fragen verbunden. Ziel sei eine deutliche Aufwertung des gesamten Bereichs.

Insgesamt zeigte sich der Oberbürgermeister mit dem derzeitigen Stand zufrieden. Zwar gebe es weiterhin Stimmen, die sich an einzelnen Personengruppen oder an bestimmten Situationen auf dem Südermarkt störten. Geyer betonte jedoch, der Platz sei öffentlicher Raum und gehöre allen. Nicht jeder, der als störend empfunden werde, könne deshalb einfach verwiesen werden. Die Schwelle für einen Platzverweis sei bewusst hoch. Entscheidend sei immer die konkrete Sachlage und nicht der lauteste Ruf nach Konsequenzen. Die Stadt setze deshalb weiterhin nicht nur auf Kontrollen, sondern auch auf Sozialarbeit, Streetwork und den Dialog mit den Menschen vor Ort. Gerade von dort komme die Rückmeldung, dass die Gespräche funktionierten und die Entwicklung am Südermarkt in vielen Punkten in die richtige Richtung gehe.