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Trauerflor an Gedenkstätte von Jonas Niendorf verschwunden

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Flensburg - Die persönlichen Sachen, wie Bilder, Briefe usw. hat die Familie vor der Entsorgung retten können - Fotos: Thomsen

Jonas Niendorf wurde am Karfreitag von dem 19-Jährigen Paul S. auf der Aussichtsplattform an der Duborg-Skole mit einem Messer tödlich verletzt. Der 16-Jährige erlag, trotz einer Erstversorgung vor Ort, wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Nachdem diese Tat bekannt wurde, war die Trauer und das Entsetzen in Flensburg und Umgebung besonders groß.

Schnell kamen an der Aussichtsplattform bei der Duburg-Skolen viele Trauernde zusammen und legten Blumen, persönliche Briefe und Fotos des Verstorbenen ab.

Doch genau dieser Trauerflor und Gegenstände sind nun im Laufe der letzten Woche verschwunden. Das Rätseln um den Verbleib und den oder die Schuldigen war groß. Nach mehreren Telefonaten mit der Stadt Flensburg, dem TBZ und der Duborg Skole konnte das Rätsel gelöst werden. So wurde in Einvernehmen mit der Familie besprochen, dass die verwelkten Blumen entsorgt werden sollten. Die persönlichen Sachen, wie Bilder, Briefe usw. hat die Familie vor der Entsorgung retten können. Einiges haben sie mit nach Hause genommen, aber auch auf der Grabstelle wurden einige besonders persönliche Gegenstände niedergelegt, teilte uns der Pressesprecher der Stadt Flensburg, Clemens Teschendorf, mit.

Ob eine Gedenkstätte, wie bei dem 14-jährigen Paul am Neumarkt, errichtet werden soll, ist indes noch unklar, so Teschendorf weiter.

Ein großes Banner wurde, wie einst schon beim Mord von Mert Can, ebenfalls an der ehemaligen Eisenbahnbrücke an der ZOB-Kreuzung im Herzen Flensburgs angebracht. Wie lange dieser allerdings hängen bleiben darf ist ungewiss.

Der 19-Jährige Täter wurde noch in der Nacht festgenommen und kam in U-Haft. Laut jetzigen Stands soll er wegen Totschlags angeklagt werden.


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