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Urteil im Fall Jonas: Täter muss sieben Jahre in Haft

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Flensburg - Nach 10 Verhandlungstagen fiel nun das Urteil gegen den Angeklagten - Foto: Marcus Dewanger

Nach zehn Verhandlungstagen vor dem Flensburger Landgericht ist am Mittwoch nun das Urteil gegen den mittlerweile 20-jährigen Täter gefallen. Der Angeklagte wurde zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren wegen Totschlags verurteilt. Gegen dieses Urteil kann er binnen einer Woche Revision einlegen.
Am 2. April 2021 wurde der damals 16-Jährige Jonas Niendorf von dem damals noch 19-Jährigen Angeklagten mit einem Messer nahe der Duborg-Skolen niedergestochen.
Daraufhin wurde der Tatverdächtige festgenommen.
Am 20. September begann der Prozess gegen den Angeklagten.
Zu Beginn waren acht Verhandlungstage vor dem Landgericht Flensburg angesetzt. Die Verhandlung wurde aber um zwei weitere Tage verlängert, da unter anderem ein Zeuge krank geworden war und sich die Aussagen bei anderen Zeugen in die Länge gezogen hatten. Aber auch ansonsten hatte der Prozess allerlei verschiedene aufsehenerregende Momente.
Unter anderem wurde der eine oder andere junge Zeuge ausfallend dem Gericht und dem Anwalt des Angeklagten gegenüber, ein Zeuge konnte seinen Zorn auf den Angeklagten nicht zügeln und bespuckte diesen im Gerichtssaal.
Während den Verhandlungstagen wurde jedoch auch zeitweise die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen.
Nach dem am 15. November die Jugendgerichtshilfe und die Staatsanwaltschaft ihre Plädoyers gehalten haben, ist nun das Urteil gefallen.

In einem kurzen Statement gegenüber Förde.news erklärte die Mutter von Jonas: "Das es nie ein gerechtes Urteil geben wird und sie hoffe, dass der Verurteilte die komplette Haftstrafe absitzen muss".
Die Staatsanwaltschaft hatte 8 Jahre, der Anwalt des getöteten Jonas Niendorf 9 Jahre und der Anwalt der Angeklagten 5 Jahre Haft gefordert.

So muss der Angeklagte für sieben Jahre in Haft.


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